Außenpolitik

Iran: Das Ende der alten Mullah-Garde

Ayatollah Khomeini und der Abendverkehr in Teheran: Die Erinnerung an den Revolutionsführer verblasst immer mehr. Heute begeht das Land den 40. Jahrestag der Revolution.
Ayatollah Khomeini und der Abendverkehr in Teheran: Die Erinnerung an den Revolutionsführer verblasst immer mehr. Heute begeht das Land den 40. Jahrestag der Revolution.(c) REUTERS (Morteza Nikoubazl)

40 Jahre nach der Gründung der Islamischen Republik ist das Land erschöpft, marode – und zunehmend areligiös. Nun steht der Iran erstmals vor einem politischen Generationswechsel.

Tunis/Teheran. Überall in Teheran preisen Plakate die Errungenschaften der Islamischen Republik: Der monumentale Friedensplatz im Herzen der Hauptstadt wird herausgeputzt für die Jubiläumsparade. Am Montag feiert der Iran den 40. Jahrestag seiner Islamischen Revolution, die die persische Monarchie in einen schiitischen Gottesstaat verwandelte. Die gesamte Staatselite wird anwesend sein. Die zentrale Rede hält Präsident Hassan Rohani, während der Oberste Revolutionsführer, Ali Khamenei, durchsickern ließ, er werde 50.000 der mehr als 200.000 Häftlinge begnadigen.