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VÖB Konjunkturbarometer weiter auf Grün

Baustelle in Wien
Baustelle in Wien(c) FABRY Clemens

Die Baubranche blickt weiterhin positiv in die Zukunft. Für 2019 erwartet man eine robuste Entwicklung.

Dem aktuellen Konjunkturbarometer des Verbandes Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) zufolge, rechnen mehr als 80 Prozent der Verbandsmitglieder auch heuer wieder mit einem zufrieden stellenden Ergebnis für ihr Unternehmen. 33 Prozent gehen von einer Umsatzsteigerung aus, rund 50 Prozent erwarten zumindest einen gleich bleibenden Umsatz im Vergleich zum Vorjahr.

Mehr als 60 Prozent der Verbandsmitglieder konnten 2018 im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2017 eine Umsatzsteigerung von durchschnittlich rund zehn Prozent verbuchen. Als Hauptgrund dafür geben 38 Prozent den Zugewinn von neuen Kunden an. Bei 19 Prozent war der Ausbau des Leistungs- beziehungsweise Produktportfolios für die Steigerung des Umsatzes verantwortlich, 14 Prozent erachten die Veränderung im Marktsegment sowie eine größere Nachfrage als ausschlaggebende Kriterien für dieses Umsatzwachstum. Mehr als 50 Prozent der Verbandsmitglieder hatten zeitweise sogar Probleme, alle einkommenden Aufträge zu bearbeiten.

Wohnbau- und Gewerbebausektor als Zugpferde

„Wie bereits in den Jahren zuvor, hat auch das letzte Jahr ein Plus im Hochbausektor hervorgebracht“, erläutert VÖB-Präsident Franz Josef Eder die Umfrageergebnisse. Als Zugpferde fungierten zudem der Wohnbau sowie der Gewerbe- und der Industriebausektor, während der Umsatz im Bürobau sowie im Tief- und Straßenbau mehrheitlich gleich geblieben ist. Was die generelle Entwicklung der Marktanteile betrifft, erwarten über 70 Prozent der Befragten für das Geschäftsjahr 2019 eine Steigerung im Bereich der Beton-Fertigteile.
„Vom starken Wirtschaftswachstum profitieren unsere Mitgliedsunternehmen derzeit überproportional. Vor allem die vorgelagerten Bauunternehmen schöpfen ihre Kapazitäten voll aus und greifen auch verstärkt auf vorgefertigte Beton-Bauteile zurück“, erklärt Eder. Gleichzeit warnt er aber vor allzu euphorischen Zukunftsausblicken: „Sollte sich die Situation künftig bei den Baufirmen wieder beruhigen, werden die Fertigteilhersteller voraussichtlich überproportional verlieren.“ Ein positiver Aspekt der Situation sei aber, dass das günstige Umfeld in den Unternehmen genützt werde, um weitere Investitionen zu tätigen.