Pompeo warnt vor "russischer Aggression" in Osteuropa

US-Außenminister Mike Pompeo war nach Budapest auch in Bratislava zu Gast.
US-Außenminister Mike Pompeo war nach Budapest auch in Bratislava zu Gast.APA/AFP/JOE KLAMAR

Der US-Außenminister trifft nach seinem Besuch in der Slowakei in Warschau auch Österreichs Außenministerin Karin Kneissl.

US-Außenminister Mike Pompeo hat in der Slowakei vor zunehmendem Einfluss von Russland und China auf die Länder in Ostmitteleuropa gewarnt. 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs müsse sich das slowakische Volk der Freiheit bewusst sein, die die "russische Aggression" auf dem Kontinent zu untergraben drohe, sagte Pompeo am Dienstag in einer Ansprache beim "Tor der Freiheit".

Auch China unterdrücke das eigene Volk, während es zugleich im Ausland mehr Einfluss suche, so der US-Außenminister. Das "Tor der Freiheit" erinnert als Denkmal am Ufer des slowakisch-österreichischen Grenzflusses March am Stadtrand von Bratislava an Hunderte Menschen, die bei Fluchtversuchen über den sogenannten Eisernen Vorhang ums Leben kamen.

Pompeo trifft in Warschau auch Kneissl

Im Rahmen seiner fünftägigen Europareise (11.-15. Februar) traf Pompeo in Bratislava den slowakischen Präsidenten Andrej Kiska, Regierungschef Peter Pellegrini und Außenminister Miroslav Lajcak. Außerdem nahm Pompeo an einer von der US-Botschaft mit dem transatlantischen Think Tank Globsec organisierten Diskussion mit jungen Slowaken teil. Aus Bratislava sollte er am Nachmittag zu einer von den USA und Polen gemeinsam organisierten Nahost-Konferenz (13. bis 14. Februar) nach Warschau weiterreisen, nachdem er am Montag Budapest besucht hatte. In Warschau wird Pompeo am Donnerstag auch Außenministerin Karin Kneissl (von der FPÖ nominiert) treffen.

Die slowakischen Gastgeber verstanden den Besuch Pompeos auch als Anerkennung dafür, dass Bratislava erst im Dezember 14 amerikanische F-16-Kampfflugzeuge und kurz zuvor auch mehrere Black-Hawk-Militärhubschrauber bestellt hatte. Pompeo lobte die enge Partnerschaft zwischen beiden Ländern, die "auf gemeinsamen Werten" beruhe.

(APA/dpa)

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