Ein Sanierer soll es bei Media-Saturn-Mutter Ceconomy richten

Media Saturn Eigenbezeichnung seit Februar 2017 MediaMarktSaturn Retail Group handelsrechtlich Me
MediaMarkt-Mutter in der Krise.(c) imago/Manfred Segerer (Manfred Segerer)

Bei der Mutter von Media Markt und Saturn steht ein tief greifender Umbau an. Eine neue Führung mit Jörn Werner soll es richten.

Bei Ceconomy haben drei Gewinnwarnungen in Folge das Vertrauen der Anleger zerstört, die Aktie hat im vergangenen Jahr zwei Drittel ihres Werts verloren. Ein großer Teil der Führungsetage musste das Unternehmen verlassen, darunter auch Ceconomy-Chef Pieter Haas selbst. Rund 34 Millionen Euro Abfindung für 16 Manager – die Abrechnung mit dem Missmanagement wurde teuer bezahlt. Auch wenn die Media-Saturn-Mutter Ceconomy nach drei Quartalen mit Umsatzrückgängen wieder zu Wachstum zurückgekehrt ist, fiel der Gewinn jedoch erneut geringer aus als im Vorjahresquartal. Die Abfertigungen im Zuge des Führungswechsels schmälerten das Ergebnis deutlich.

Auch bei Hauptversammlung am morgigen Mittwoch wird der Vorstand
den Aktionären noch wenig Konkretes dazu sagen, wie das Unternehmen aus dem Dilemma wieder rauskommen will. Denn der Finanzchefsposten wurde nur interimistisch vom Aufsichtsratsmitglied Bernhard Düttmann übernommen. Der neue Chef, Jörn Werner, der Ceconomy sanieren soll, wird erst am 1. März antreten. Er bringt aus seinem früheren Job als Chef der Werkstattkette ATU Erfahrung in der Restrukturierung angeschlagener Unternehmen mit. Und die wird er brauchen. Spätestens wenn am 21. Mai die Zahlen zum zweiten Quartal präsentiert werden, so berichten deutsche Medien, soll es auch Details zum Dabei soll es Insidern zufolge die Verwaltungen der beiden Ketten Media Markt und Saturn am heftigsten treffen. Im November wurde bereits ein Programm zur Kostensenkung gestartet. Jetzt folgt ein kompletter Umbau der Strukturen – und der könnte eine hohe dreistellige Anzahl an Arbeitsplätzen kosten.

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