Theologe Matthias Beck spricht über die Zielgruppe seines neuen Buches „Was uns frei macht“ und erklärt, warum die Ethik des Christentums eine komparative Ethik ist und es darin primär nicht um das Kreuz, sondern um die Auferstehung geht. Fehlenden Tiefgang hält er für gefährlich, die Beichte ist für ihn immer noch ein „großartiges Instrument“.
In einer schweren Lebenskrise zu Gott zu finden ist etwas anderes, als zu Gott zu finden. An wen richtet sich Ihr aktuelles Buch?
Matthias Beck: An jeden Menschen, der auf der Suche nach einem erfüllten Leben ist. Der Mensch darf zu seiner eigenen Größe heranwachsen. Das führt zum Staunen über den Menschen und den letzten Seinsgrund, also Gott. Dies ist ein erster Zugang zur Philosophie. Karl Jaspers sagte: Heute ist es womöglich eher die Verzweiflung, die den Menschen nachdenken lässt.