Wiener Börse am Abend: ATX gibt 1,2 Prozent ab

Der ATX musste am Dienstag in einem etwas schwächeren internationalen Umfeld recht deutliche Abschläge verbuchen. Vor allem die Kursverluste bei den Titeln der voestalpine belasteten das heimische Börsenbarometer.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei gutem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 33,51 Punkte oder 1,20 Prozent auf 2.752,91 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund zwölf Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.765 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ:

  • Dow Jones/New York -0,08 Prozent
  • DAX/Frankfurt -0,31 Prozent
  • FTSE/London -0,27 Prozent
  • CAC-40/Paris -0,45 Prozent.

Der ATX musste am Dienstag in einem etwas schwächeren internationalen Umfeld recht deutliche Abschläge verbuchen. Vor allem die Kursverluste bei den Titeln der voestalpine belasteten das heimische Börsenbarometer.

Stahlwerte zählten nach enttäuschenden Ergebnissen des US-Konzerns Alcoa europaweit zu den Verlierern. voestalpine rutschten deutlicher als die Branchenkollegen um 4,74 Prozent auf 29,75 Euro ab. "Die Aktie ist zuletzt gut gelaufen. Zudem gab es heute negative Analystenkommentare", meinte ein Händler.

So haben die Analysten der UniCredit ihr Anlagevotum für die Titel von "hold" auf "sell" gesenkt und das Kursziel von 28 Euro bestätigt. Die UBS hat die Einstufung für die voest-Aktien von "buy" auf "neutral" zurückgenommen, das Kursziel jedoch von 29 auf 32 Euro angehoben.

Telekom Austria mussten einen Abschlag von 2,46 Prozent auf 10,32 Euro hinnehmen. Angesichts rückläufiger Rohölnotierungen büßten OMV 1,45 Prozent auf 30,55 Euro ein. Schoeller-Bleckmann rutschten um 1,85 Prozent auf 42,50 Euro ab. Auch die Versicherer verloren an Terrain. Vienna Insurance Group gaben 1,65 Prozent auf 38,80 Euro ab und UNIQA sanken um 2,01 Prozent auf 12,20 Euro.

Unter den Bankwerten schlossen Raiffeisen International um 0,53 Prozent tiefer bei 37,30 Euro. Erste Group konnten sich mit minus 0,03 Prozent auf 33,67 Euro knapp halten. "Die Erste Group-Aktien zeigen sich seit einigen Tagen recht gut gesucht", kommentierte ein Händler.

Auf der Gewinnerseite fanden sich hingegen Mayr-Melnhof mit plus 1,74 Prozent auf 72,65 Euro und Intercell mit einem Anstieg um 1,81 Prozent auf 22,50 Euro. Polytec schlossen nach Vorlage von Ergebnissen unverändert bei 2,48 Euro. Der Autozulieferer ist 2009 tief in die Verlustzone gerutscht.

(APA)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.