Mindestens 24 Tote bei Doppelexplosion in syrischer Rebellenhochburg Idlib

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Foto aus Idlib vom MontagAPA/AFP/MUHAMMAD HAJ KADOUR

Die zweite Explosion soll sich ereignet haben, als Rettungskräfte den Opfern der ersten Bombe Hilfe leisten wollten. Eigentlich hatten sich Russland und die Türkei auf eine Pufferzone für Idlib geeinigt.

Bei einer Doppelexplosion in der syrischen Rebellenhochburg Idlib sind Aktivisten zufolge mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Bei mindestens 16 der Opfer handle es sich um Zivilisten, darunter vier Kinder, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag. Dutzende Menschen seien verletzt worden.

Ein Aktivist, der ungenannt bleiben wollte, berichtete aus der Stadt, zunächst sei eine Autobombe explodiert. Eine zweite Bombe sei detoniert, als Rettungskräfte den Opfern Hilfe leisten wollten. Auch die Rettungsorganisation Weißhelme berichtete von zwei Explosionen. Es war zunächst unklar, wer dafür verantwortlich ist.

Idlib im Nordwesten Syriens ist die letzte große Rebellenhochburg des Bürgerkriegslandes. Die Al-Kaida-nahe Miliz Hayat Tahrir al-Scham (HTS) kontrolliert die Region. Russland als Unterstützer der syrischen Regierung und die Türkei als Verbündeter der Rebellen hatten sich im vergangenen Jahr auf eine Pufferzone für Idlib geeinigt. Damit soll ein Angriff der Regierung verhindert werden.