RTL II: Was nach "Big Brother" kommt

Big Brother: Szene aus 2004 mit Tatjana Gsell
Big Brother: Szene aus 2004 mit Tatjana Gsell(c) EPA (Endemol/Handout)
  • Drucken

Der Sender bereitet sich auf die Zeit nach dem Container-Leben vor und will massiv investieren. Drei neue Dokusoaps sollen "Big Brother" neu positionieren und aus aus der Schmuddelecke holen.

Die Containershow "Big Brother" garantiert dem Privatsender RTL II in der Vorabendzeit um 19 Uhr verlässlich solide Quoten. Doch im Juli endet die Reihe - RTL II wird dann nach und nach gleich drei neue Vorabend-Dokusoaps an den Start bringen, kündigte Geschäftsführer Jochen Starke am Mittwoch an. "Wir gehen antizyklisch in der Krise auf den Markt", sagte er der dpa. "Während andere Sender sich totsparen, investieren wir massiv in Inhalte."

"Schnäppchenhäuser"

Zu Beginn der Woche wurde bekannt, dass schon ab Ende Mai immer um 18 Uhr die Reihe "Die Schnäppchenhäuser - Der Traum vom Eigenheim" (Produzent: Imago TV) zu sehen sein wird. Sie ist auf 40 Folgen angelegt und erzählt von Immobilienkäufern, die scheinbar günstig ihre Objekte erworben haben, aber die Folgen ihres Kaufs noch nicht absehen können. Zunächst wird auf dem Sendeplatz jedoch die auf 20 Episoden angelegte und von der Firma Lynx and Friends produzierte Reihe "Der Kreuzfahrtkönig" starten.

Fünf Paare stechen mit einem Luxusliner in See und stellen sich täglich neuen Spielen und Herausforderungen. Jede Woche scheidet eines der Paare - es können Verheiratete oder auch Vater und Tochter oder Kollegen sein - aus. Wer zum Schluss übrig bleibt, wird zum "Kreuzfahrtkönig" gekürt. Sollten beide Reihen erfolgreich sein, werden sie zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt.

Urlaubstagebuch statt "Big Brother"

Auf dem "Big Brother"-Sendeplatz um 19 Uhr wird dann die Reihe "Holiday Diarys" (Produzent: filmpool) beginnen, eine sogenannte Scripted Reality, in der Drehbücher als Grundlage der Handlung dienen. Jeden Tag werden Menschen in den Urlaub, ob nach Griechenland oder Ibiza, begleitet und dabei alle erdenklichen Zwischenfälle gefilmt, ob sie krank, beraubt oder in Unfälle verwickelt werden. Die Zahl der Folgen ist offen, die Serie sei aber auf lange Sicht geplant, heißt es vom Sender.

Die Auswahl der Formate basiere auf der strategischen Neuausrichtung des Senders, sagte Marketingchef Carsten Molis. Sie sei in den vergangenen Monaten mit der Unternehmensberatung Roland Berger in enger Zusammenarbeit entwickelt worden.

(Ag.)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.