Österreich

Valerie Pachner: „Kunst hat etwas Weiches“

(c) die Presse (Carolina Frank)

Berlin, London, Übersee: Valerie Pachner erobert die Filmwelt. In das Jahr startet sie mit „Der Boden unter den Füßen“, einer Absage an die erfolgsberauschte Arbeitswelt.

Funktionieren um jeden Preis, und das in einer Umgebung, in der für persönliche Befindlichkeiten kein Raum vorgesehen ist: So skizziert Marie Kreutzer das Leben von Unternehmensberatern zwischen Konkurrenzwahn, Skrupellosigkeit und Heimatlosigkeit in ihrem neuen Spielfilm. „Der Boden unter den Füßen" lief kürzlich im Hauptbewerb der Berlinale und feierte dort seine Weltpremiere, er wird Mitte März die Diagonale in Graz eröffnen und erhält vielerorts ausgiebig Vorschusslorbeeren. Die Geschäftswelt, wie Kreutzer sie zeichnet und in der ihre Hauptfigur Lola, gespielt von Valerie Pachner, sich behaupten muss, ist kein Ort, der zum Verweilen einlädt. Und er ist schon gar keiner, in dem man irgendwelche Schwächen zeigen sollte oder sich angreifbar machen.