Chancengleichheit ist in Österreichs Unternehmen die Ausnahme

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Der Großteil der Unternehmen sieht Vorteile von Frauen in Führungspositionen, selten werden aber Maßnahmen gesetzt.

Frauen haben nur in einem Fünftel der österreichischen Unternehmen die gleichen Chancen wie ihre männlichen Kollegen. Fehlende messbare Ziele, die Teilzeitfalle und konservative Rollenbilder verhindern dies. Das fand eine österreichweite Umfrage von Deloitte unter 442 Personen in leitender Funktion heraus.

93 Prozent der Befragten sehen einen Wettbewerbsvorteil durch Frauen in Führungspositionen. Es gibt dafür aber einige Hindernisse: Nur 28 Prozent der Führungskräfte haben messbare Ziele zur Erhöhung des Frauenanteils formuliert. Und das, obwohl 84 Prozent von deren Notwendigkeit überzeugt sind.

Chancengleichheit ist die Ausnahme

Nur 21 Prozent gehen von einer generellen Chancengleichheit im eigenen Unternehmen aus, bei fast einem Drittel ist sie nicht existent. Mehr als die Hälfte der Befragten knüpft Chancengleichheit an das Beschäftigungsausmaß. Eine Vollzeitbeschäftigung ist die Grundvoraussetzung für gleiche Karrieremöglichkeiten. Frauen befinden sich jedoch häufig in der Teilzeitfalle.

Konservatives Rollenbild bremst Frauenkarrieren

Die erschwerte Vereinbarkeit von Familie und Beruf (68 Prozent), konservative Rollenbilder und Vorurteile (61 Prozent) sowie schlechte Rahmenbedingungen im Bereich Kinderbetreuung und Ganztagsschulangebote (60 Prozent) hemmen häufig die Karrieren von Frauen Mehr als die Hälfte der Befragten nennen auch fehlende Ambitionen und Selbstvertrauen seitens der Frauen als Hindernis.

Erhöhung des Frauenanteils ist wichtiges Ziel

Die Erhöhung des Frauenanteils steht in den obersten Führungsebenen bei 60 Prozent der heimischen Unternehmen auf der Agenda. Gerade die großen Unternehmen streben einen höheren Frauenanteil an.