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Lauter Knall: Piloten brechen Start von Laudamotion-Flieger ab

Archivbild einer Laudamotion-Maschine.
Archivbild einer Laudamotion-Maschine.imago/Arnulf Hettrich
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Während des Beschleunigens am Flughafen in London Stansted gab es Triebwerkprobleme. Die Passagiere mussten das Flugzeug über Notrutschen verlassen. Auch eine Eurowings-Maschine musste am Weg nach Wien zwischenlanden.

Es hätte womöglich eine Katastrophe geben können. Noch während der Beschleunigungsphase auf der Startbahn hat der Pilot einer Laudamotion-Maschine auf dem Weg nach Wien am Freitagabend am Londoner Flughafen Stansted den Start aufgrund eines Triebwerksproblems abgebrochen. Passagiere und Crew brachten sich noch auf der Piste über die Notrutschen in Sicherheit. Acht der 169 Personen an Bord wurden bei der Evakuierung laut BBC leicht verletzt.

Der Airbus A320-200 des Flugs OE-327 war laut der Webseite Aviation Herald gegen 20 Uhr Ortszeit kurz vor dem Take-off von Startbahn 22, als es zu dem technischen Problem kam. Passagiere berichteten via Twitter, sie hätten einen lauten Knall wie von einer Explosion gehört. Ein Beobachter am Boden sprach von mehreren Stichflammen, gefolgt von weißen Funken aus dem linken Triebwerk des Airbus, nachdem das Flugzeug erst wenige Meter zurückgelegt hatte.

Die Piloten brachen den Start sofort ab und verhinderten dadurch wohl eine drohende Katastrophe. Die Maschine stoppte nach rund 270 Metern auf der Startbahn und die Crew ordnete eine Evakuierung über die Notrutschen an. Acht Passagiere zogen sich dabei leichte Verletzungen zu.

"Es war beängstigend"

Die BBC berichtete von den Erlebnissen einiger Insassen. Ein Immobilienmakler aus Essex erzählte, die Maschine habe etwa 15 Sekunden beschleunigt, bis er einen lauten Knall auf der Seite des Airbus hörte. Das Flugzeug stoppte danach. "Es war beängstigend. Und die Besatzung rief 'Evakuieren, Evakuieren'." Eine andere Reisende meinte, die Flugbegleiter wären panisch gewesen und "hätten das Chaos zu einem guten Teil selbst verursacht".

Die Passagiere wurden mit Bussen zum Terminal gebracht und auf einen Ersatzflug umgebucht. Laut Flughafensprecher Peter Kleemann landeten die Reisenden am Samstag um 2.56 Uhr an Bord einer Ryanair-Maschine in Wien. Wegen der Maschine auf der Piste wurde der Flugbetrieb in Stansted eingestellt und laut BBC am Freitag gegen 22.40 Uhr Ortszeit wieder aufgenommen. Die AAIB (Air Accidents Investigation Branch), die Behörde des Vereinigten Königreichs zur Untersuchung von Flugunfällen, wird nun mit einem Team den Zwischenfall untersuchen.

Eine Sprecherin von Laudamotion wollte der Austria Presse Agentur keinerlei mündliche Stellungnahme abgeben und verwies auf folgenden per Twitter und Facebook veröffentlichten Text: "Aufgrund von Unregelmäßigkeiten mit einem der Triebwerke entschied sich die Crew des Laudamotion Fluges OE327 von London Stansted nach Wien (1.3.) den Start abzubrechen und die Passagiere aus Sicherheitsgründen auf der Startbahn aussteigen zu lassen. Die Passagiere wurden mittels Bussen in das Terminal des Flughafens gebracht und werden auf einen Ersatzflug umgebucht."

Eurowings-Maschine notgelandet

 Ein Eurowings-Airbus ist am Samstag auf dem Flug von Portugal nach Wien in Toulouse unplanmäßig zwischengelandet. Grund für den Zwischenfall war ein Riss in einer der Cockpitscheiben, berichtete das Online-Luftfahrtmagazin "Austrian Wings".

Der Airbus A319 war als Kurs EW5939 in Faro gestartet und sollte um 13.45 Uhr in Wien ankommen. Während des Fluges entdeckte die Besatzung im französischen Luftraum das Problem mit dem Fenster. Über Funk meldete der Kapitän der Maschine mit dem Kennzeichen OE-LYW laut "Austrian Wings": "Window is completely destroyed now." (Fenster ist jetzt völlig zerstört, Anm.)

Die Piloten erklärten daraufhin eine Luftnotlage und führten im französischen Toulouse eine unplanmäßige Zwischenlandung durch. Eurowings berichtete, dass die Maschine nach sicherer Landung normal zur Parkposition gerollt ist. "Die Flugtauglichkeit der Maschine war zu keiner Zeit eingeschränkt", betonte Sprecherin Sonja Foks gegenüber der APA. Die Cockpitscheibe soll nun in Toulouse repariert werden. Die Passagiere würden individuell auf die nächstmöglichen Flüge umgebucht.