Außenpolitik

Sudans Luftwaffenchef: "Eurofighter wären das Beste, aber…"

Sudans Airchief Salah al-Din Abdel-Khalig Saeed besichtigt einen der neuen FTC-2000-Trainer aus China
Sudans Airchief Salah al-Din Abdel-Khalig Saeed besichtigt einen der neuen FTC-2000-Trainer aus ChinaSudanese Air Force

Ein seltenes Interview mit Generalleutnant Salah al-Din Abdel-Khalig Saeed, Chef der sudanesischen Luftwaffe. Das große nordafrikanische Land mischt im Jemenkrieg mit und hat eine eigene Luftfahrtindustrie gegründet.

Am Rande des jüngsten Manama Airpower Symposiums in Bahrain ergab sich die seltene Gelegenheit zu einem Gespräch mit einem Top-Offizier eines Landes, das in dieser Hinsicht nicht so sehr auf dem medialen Radar steht: Nämlich mit Generalleutnant Salah al-Din Abdel-Khalig Saeed, dem Kommandanten der sudanesischen Luftwaffe (al-Quwwat al-Jawwiya as-Sudaniya).

Georg Mader/Die Presse: Es ist eine außergewöhnliche Gelegenheit, mit dem Airchief einer "robusten" Luftwaffe von außerhalb Europas und mit Einsatzerfahrung zu sprechen, über die man bisher sonst sehr wenig hörte oder las. Ich entnehme Ihren Abzeichen, dass sie selbst Pilot sind. Können Sie kurz etwas über Ihre Karriere erzählen? Wann begannen Sie, zu fliegen? Auf wieviele Stunden kamen Sie?

Generalleutnant Salah al-Din Abdel-Khalig Saeed: Das war 1978/79, in Ägypten. Ich hatte dort meine Ausbildung auf L-29 Delfin bei der ägyptischen Luftwaffe (im Warschauer Pakt und vielen anderen Ländern verbreitete Trainer tschechischen Typs, Anm.). Ich war dort mehrere Jahre und kenne daher die Ägypter bis heute recht gut, habe noch immer Freunde dort. Und dann flog ich MiG-15, MiG-17, MiG-19, MiG-21 und schliesslich MiG-23. In Summe werden es sicher über 10.000 Stunden sein, dann habe ich aufgehört zu zählen. Dann wurden es immer mehr Schreibtische – und seit Ende Februar bin ich Kommandant.