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Gefahr der Blase bei heißestem Rohstoff 2019

(c) REUTERS (Ilya Naymushin)
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Seit vier Monaten steigt der Preis für Palladium rasant.

Wien. Angesichts des raschen, defizitgetriebenen Anstiegs von Palladium warnen einige Analysten vor einer wachsenden Korrekturgefahr. Innerhalb von vier Monaten ist der Preis für das Metall um 40 Prozent in die Höhe geklettert und hat wieder Rekordhochs erreicht, da sich das Angebotsdefizit verstärkt und die Nachfrage zunimmt.

Palladium wird beispielsweise in Katalysatoren für Schadstoffemissionen in Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor verwendet. Unter den von Bloomberg beobachteten Rohstoffen weist es heuer die beste Performance auf, und die Gefahr eines Streiks durch eine Bergbaugewerkschaft beim wichtigen Produzenten Südafrika hat in der Vorwoche zusätzlichen Auftrieb gebracht.

Banken wie Saxo Bank und die Commerzbank sagen, dass die Zugewinne vermehrt unhaltbar erscheinen. Das Metall sei möglicherweise als emissionsmindernder Katalysator in Fahrzeugen austauschbar, ein Wechsel erfordere aber Zeit und Geld für Forschung. „Palladium hat den Bereich einer Blase erreicht“, so Ole Hansen, Rohstoffstratege der Saxo Bank. (Bloomberg/est)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.03.2019)