EU-Staaten nehmen Saudi-Arabien von Geldwäsche-Liste

Saudi-Arabiens König Salman hatte persönlich bei EU-Staats- und Regierungschefs interveniert und Erfolg: Sein Land steht nun nicht mehr auf der Geldwäsche-Liste.

Die EU-Mitgliedsstaaten haben Saudi-Arabien von einer Liste der EU-Kommission mit Geldwäsche-Sündern gestrichen. Alle 28 Staaten unterstützten einen Vorstoß, das Land von einer schwarzen Liste zu nehmen, auf das es von der Kommission wegen des Vorwurfs der Terror-Finanzierung und Geldwäsche vorläufig gesetzt wurde. Die Liste sei nicht auf transparente Art zusammengestellt worden. Insgesamt hatte die Kommission im Februar 23 Staaten und Territorien aufgelistet, darunter auch Panama oder Nigeria.

Die deutsche Bundesregierung hatte damals die Liste zwar grundsätzlich gelobt, aber ein transparentes und nachvollziehbares Verfahren verlangt. Einige EU-Staaten hatten schon damals Kritik geübt und sich besorgt wegen der Wirtschaftsbeziehungen zu Ländern wie Saudi-Arabien geäußert. Saudi-Arabiens König Salman hatte persönlich bei den EU-Staats- und Regierungschefs interveniert. In einem Brief warnte er, der Schritt könne "Schwierigkeiten bei Handel und Investitionen zwischen dem Königreich und der Europäischen Union schaffen."

Washington ging gegen die Aufnahme der US-Territorien Amerikanisch Samoa, Amerikanische Jungferninseln, Puerto Rico und Guam vor. Der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, hatte vergangene Woche bestätigt, dass die US-Regierung "eine Reihe von Anstrengungen" unternommen habe, um das Vorhaben zu stoppen.