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Studie kürt Wien erneut zur "smartesten" Stadt der Welt

Die Presse/Clemens Fabry

Wien liegt in einem Ranking, das Digitalisierungskonzepte prüft, vor
London und St. Albert in Kanada. Gelobt wurden Projekte in den Bereichen Umwelt, Mobilität und Bildung.

Wien ist nicht nur die lebenswerteste, sondern offenbar auch die smarteste Stadt der Welt. Die Bundeshauptstadt liegt im "Smart City Strategy Index 2019", den das internationale Beratungsunternehmen Roland Berger erstellt hat, wieder auf dem ersten Platz. Auch in einer früheren Analyse konnte bereits das oberste Podesttreppchen erklommen werden. Punkten konnte Wien vor allem mit seiner Rahmenstrategie.

Geprüft wurden Digitalisierungskonzepte von 153 Städten, wie Roland-Berger-Partner Roland Falb in einer Pressekonferenz erläuterte. Die Größe der jeweiligen Orte gestaltete sich dabei höchst unterschiedlich. Das zeigt sich auch bei den ersten drei Plätzen: Die Donaumetropole liegt - sehr knapp - vor der Mega-Metropole London sowie St. Albert in Kanada, in dem 100.000 Einwohner leben.

Im Schnitt zeigten jedoch asiatische Kommunen die überzeugendsten Konzepte, berichtete Zelt. Vor allem zahlreiche chinesische Großstädte sind im vorderen Feld zu finden.

Open-Data-Initiative gutes Beispiel

Für die gute Bewertung Wiens seien eine Reihe von innovativen technischen Lösungen ausschlaggebend gewesen, hieß es. Gelobt wurden vor allem Projekte in den Bereichen Umwelt, Mobilität, Bildung, Gesundheit und Verwaltung - also etwa die Open-Data-Initiative.

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) verwies auf einige ganz konkrete Beispiele: Er hob etwa die "intelligenten" Ampeln zur besseren Verkehrssteuerung, das Forcieren der 5G-Mobilfunktechnologie, das für Senioren konzipierte Forschungsprojekt "WAALTeR" bzw. die Möglichkeit hervor, Termine in Spitalsambulanzen online zu vereinbaren.

Die zunehmende Digitalisierung treffe alle Lebensbereiche - wobei aber auch hier auf die "soziale Durchmischung" geachtet werde. Es müssten alle Bewohner davon profitieren: "Es ist mir wichtig, dass wir keine Stadt der zwei Geschwindigkeiten werden", beteuerte Ludwig.

(APA)