"Limits": So klingt Österreichs Song-Contest-Beitrag

Gabriela Horn alias Paenda im Video zu "Limits"(c) Youtube

Mit einer radikal reduzierten Electroballade im Falsett geht die Steirerin Paenda für Österreich ins Rennen um den Sieg beim Song Contest. "Limits" verzichtet außerdem auf eine klassische Song-Dramaturgie.

Der Titel ihres Beitrags war schon bekannt, ebenfalls eine vage Beschreibung: Eine "atmosphärisch aufgeladene Electronic-Pop-Ballade" sei das Lied "Limits", mit dem die 31-jährige Steirerin Gabriela Horn alias Paenda für Österreich am Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv teilnimmt. Am Freitagmorgen wurde es nun erstmals auf Ö3 präsentiert: "Limits" ist eine radikal reduzierte Electroballade im Falsett.

"Das Außergewöhnliche an dem Song ist, dass er nicht den üblichen Song-Contest-Regeln folgt", machte ORF-Delegationsleiter Stefan Zechner eine Ansage für den heurigen Wettbewerb in Israel. So zeichnet sich "Limits" durch das Ausbleiben einer klassischen Dramaturgie aus, verzichtet auf Crescendi oder Stimmexzesse. Der Song setzt hingegen auf minimalistische Gestaltung, Kopfstimme und beim Video auf Ruhe in blau-weißer Optik.

Den Song hat Paenda nicht eigens für den ESC komponiert. Im internen, nicht öffentlichen Juryverfahren des ORF war sie erst mit einem anderen, noch unfertigen Werk angetreten - Ö3-Redakteur Eberhard Forcher stieß dann in ihrer Sammlung für ihr geplantes nächstes Album "Evolution II" auf "Limits", den Song, der die Jury letztlich überzeugte. Das Album soll am 26. April erscheinen, in Tel Aviv präsentiert Paenda ihr Lied am 16. Mai im zweiten Semifinale - und im Idealfall erneut am 18. Mai beim Finale.

Ihr Ziel für den Song Contest ist bescheiden: "Ich will von dieser Bühne kommen und ein super Gefühl haben", sagt die Sängerin. Sie wolle im Moment sein, zufrieden mit der eigenen Leistung: "Ich will von der Bühne gehen mit einem Lächeln im Gesicht." In die geplante Bühnenshow will die 31-Jährige noch keinen Einblick geben: "Wenn ich das jetzt verrate, habe ich die nächsten zwei Monate nichts mehr zu erzählen."

Internes Verfahren hat sich bewährt

Das interne ORF-Verfahren hat sich in der Vergangenheit bereits bewährt: 2014 verzichtete der ORF auf eine öffentliche Vorentscheidung und schickte Conchita, die den Wettbewerb gewann. Die Weiterentwicklung dieser Kunstfigur von Tom Neuwirth veröffentlichte bemerkenswerterweise ebenfalls heute einen neuen Song: Conchita, ehemals Conchita Wurst, firmiert nun auch schlicht unter dem Namen Wurst.