Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Österreich

Ein paar politische Rezepte gegen die Lohnschere

Ökonomen der liberalen Denkfabrik Agenda Austria schlagen eine Verkürzung der Karenz auf maximal ein Jahr pro Partner vor.
Ökonomen der liberalen Denkfabrik Agenda Austria schlagen eine Verkürzung der Karenz auf maximal ein Jahr pro Partner vor.Reuters
  • Drucken

Dass Frauen weniger verdienen, ist unbestritten. Die Gründe sind es umso mehr. Aber was kann man gegen ungleiche Einkommen tun, ohne sich zu sehr ins Private einzumischen? Ideen gibt es viele. Ein Überblick.

Wien. Das Thema ist heikel. Weil das Thema Familie ja sehr privat ist – und damit auch die Aufteilung der Familien- und Erwerbsarbeit unter (Ehe-)Partnern. Politiker müssen sehr gut abwägen, wie stark sie sich einmischen wollen. Die Lohnschere zwischen den Geschlechtern in Österreich liegt je nach Betrachtung bei 3,5 bis 20 Prozent. Was tun dagegen? Ein Überblick über die Ideen dazu.

Weniger/mehr Teilzeit: Der leichteste Weg in die Einkommens- und Altersarmut sind lange Zeiten ohne Erwerbseinkommen und Teilzeitarbeit mit wenigen Stunden. 47,7 Prozent der Frauen in Österreich arbeiten Teilzeit, aber nur 11,9 Prozent der Männer. Nun kann man Frauen anhalten, mehr zu arbeiten, wie das Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) macht. Oder es radikaler angehen, wie die Produktionsgewerkschaft Pro-Ge: Sie fordert eine Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Das wäre für viele Frauen quasi eine Gehaltserhöhung. Wirtschaftsvertreter lehnen das ab.