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Wissenschaft

Sensible alpine Schönheiten

Schmetterlinge wie dieser Kreuzdorn-Zipfelfalter prägen artenreiche Wiesen.
Schmetterlinge wie dieser Kreuzdorn-Zipfelfalter prägen artenreiche Wiesen.A. Kirschner
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Erstmals in Österreich werden Schmetterlinge systematisch erfasst. Forscher in Tirol arbeiten dafür mit Freiwilligen jeden Alters zusammen. Bisher führen Kohlweißlinge und Bläulinge die Sichtungszahlen an.

Wer Schmetterlingen ihr Dasein neidet, hat dabei farbenfrohe, durch die Luft schaukelnde Geschöpfe vor Augen. Der sogenannte Taumelflug ist eine Fähigkeit, die vor allem Tagfalter auszeichnet und sie weniger leicht zur Beute von Vögeln werden lässt. Genauso wenig wie andere Arten sind sie hingegen vor Umständen geschützt, die das allgemeine Insektensterben verursachen – Veränderungen der Kulturlandschaft, Klimawandel, Einsatz von Pestiziden, Schwinden von Wildblumenwiesen durch intensive Bewirtschaftung.

Es sind bisher kaum Zahlen vorhanden, wie stark sich der Bestand an Schmetterlingen über die Jahre dezimiert oder verändert hat. Im gesamten Alpenraum gibt es bisher mit Ausnahme der Schweiz keine langfristige Beobachtung von Tagfaltern. Fest steht jedoch, dass alpine Lebensräume der Artenvielfalt förderlich sind. Immerhin finden sich allein im Bundesland Tirol 170 Arten von Tagfaltern – fast so viele wie in ganz Deutschland.