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Die Kurz-kritischen Konservativen

Kurz-Kritiker Konrad.
Kurz-Kritiker Konrad.(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Sie waren viele Jahre Exponenten einer Partei, die von Niederlage zu Niederlage taumelte. Nun gewinnt die ÖVP endlich Wahlen. Und es ist auch wieder nicht recht. Was bewegt Erwin Pröll, Christian Konrad und Co.?

Am Montag war dann wieder Christian Konrad dran. Seine Kritik an der Regierung fiel aber verhältnismäßig dezent aus. Angesichts von 13.000 Asylanträgen pro Jahr „braucht keiner Angst haben, überfremdet zu werden“, sagte der frühere Raiffeisen-Chef, einer der ehemals Einflussreichen in der ÖVP, bei einer Pressekonferenz seines Vereins „Menschen.Würde.Österreich“. Zuletzt war er deutlicher gewesen: Die Freiheitlichen nannte er „Rotzbuben“, die Politik der ÖVP, bedauerte er, sei nicht mehr christlich-sozial.

Tags davor hatte Erwin Pröll bei einer Matinee von „heftigen Verwerfungen“ seinerseits mit Sebastian Kurz berichtet. Ein halbes Jahr habe Funkstille geherrscht. Anlass seiner Verärgerung sei die zögerliche Reaktion von Kurz im Fall Landbauer und bezüglich der FPÖ-Angriffe gegen die Caritas gewesen.