Ungarns Premier Orban entschuldigte sich bei EVP

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Laut Regierungssprecher äußerte sich der Fidesz-Vorsitzende in Brief an Parteivertreter

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat sich nach Angaben eines Regierungssprechers bei der Europäischen Volkspartei (EVP) für seine Anti-EU-Rhetorik entschuldigt. Er kam damit am Donnerstag Forderungen aus dem Kreis der konservativen europäischen Parteienfamilie nach.

Diese hatten den Ausschluss von Orbans Fidesz-Partei aus der Fraktion im Europäischen Parlament gefordert. Orban habe sich in einem Brief an die Parteivertreter entsprechend geäußert, hieß es.

Zuvor hatte die die deutsche "Bild"-Zeitung berichtet, dass  ein "Weisenrat" aus drei Spitzenpolitikern den Ausschluss der rechtskonservativen Fidesz abwenden sollte: Der Rat aus Bundeskanzler Sebastian Kurz, der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer und dem bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) wolle die Situation in dem Land untersuchen und danach einen Bericht vorlegen, der als Basis für die Entscheidung über den Verbleib der Partei von Regierungschef Viktor Orban in der EVP dienen werde.

(APA/Reuters/red. )

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