Deichmann-Geschäfte in Österreich stagnieren

PEROUTKA Guenther / WB

Europas größter Schuhhändler verkaufte im Vorjahr  weltweit 178 Millionen Paar Schuhe, davon mehr als zehn Millionen  in Österreich.

Die Geschäfte des deutschen Schuheinzelhändlers Deichmann haben im "herausfordernden" Vorjahr in Österreich stagniert. Mit 10,2 Millionen Paar Schuhen wurden gleich viele verkauft wie 2017 und auch der Umsatz blieb mit 260 Millionen Euro stabil, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Betrieben wurden 177 Niederlassungen mit 1423 Mitarbeitern, darunter 183 Lehrlinge.

"2018 war für die Schuhbranche vor allem wetterbedingt ein schwieriges Jahr. So schön der Sommer auch war - für uns als Schuhhändler hatte er Phasen, die tatsächlich zu heiß waren", so Deichmann-Österreich-Chef Georg Müller. Neben den Wetterkapriolen sah sich die Firma auch einem verschärften Wettbewerb durch reine Onlineanbieter und Modeunternehmen mit Schuhsortimenten gegenüber. "Uns hat unter diesen Rahmenbedingungen geholfen, dass unser Unternehmen früh auf das Thema E-Commerce gesetzt hat und die Omnichannelaktivitäten seitdem stetig ausbaut", so Müller. "Die Basis unseres Geschäftes ist jedoch unser Markenkern, preiswerte und modische Schuhe in guter Qualität anzubieten. Und das schätzen auch die Österreicherinnen und Österreicher, sei es stationär oder online."

Deichmann ist in Österreich eine Tochter der Deichmann SE. Diese ist Marktführer im europäischen Schuheinzelhandel. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 erzielte sie in 25 europäischen Ländern und in den USA einen Bruttoumsatz von 5,8 Milliarden Euro. Das währungsbereinigte Umsatzplus liegt damit bei 2 Prozent. Verkauft wurden 2018 weltweit 178 Millionen Paar Schuhe in den Filialen und über die Online Shops der Gruppe - knapp ein Prozent mehr als im Vorjahr.