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Bravo, du bist gescheiter(t)

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Sprechblase Nr. 282. Warum wir alle gern „erfolgreich“ sind.

Die gute ist gleichzeitig die schlechte Nachricht: Die Art, wie wir Adjektive verstehen, ist sehr subjektiv. „Eh klar“, sagen jetzt die einen. „Warum glauben wir dann trotzdem immer zu wissen, was gemeint ist?“, fragen die anderen.


„Heute ist ein schöner Tag“, sagen die einen, „die Sonne scheint.“ „Schön?“, fragen die anderen, die Regenschirme produzieren und an diesem Tag noch nichts verkauft haben.


Ganz ähnlich ist es mit dem – Achtung, Sprechblase – im Business sehr gern verwendeten Adjektiv „erfolgreich“. Ja, wer ist nicht gern erfolgreich und erzählt davon? Bloß, dass erfolgreich so wenig über den konkreten Erfolg aussagt.

Denn was ist schon Erfolg? Ein bestimmter Umsatz oder Gewinn? Oder machen ihn ganz andere Kriterien aus? Oder wie wäre es mit dem Scheitern? Mit erfolgreichem Scheitern natürlich. Einem mit Lernerfolg.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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