Franzose Noel gewinnt letzten Saison-Slalom vor Feller

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Clement NoelAPA/AFP/JAVIER SORIANO

Marcel Hirscher landet im letzten Saison-Rennen auf Rang 14. Felix Neureuther beendet seine Karriere auf Rang sieben.

Clement Noel hat das 38. und letzte Saisonrennen im Alpinski-Herrenweltcup gewonnen. Der Franzose setzte sich am Sonntag in Andorra 0,18 Sekunden vor dem Österreicher Manuel Feller durch, der mit zweitbester Laufzeit noch vom neunten auf den zweiten Platz vorfuhr und seinen 4. Podestrang holte. Dritter wurde Daniel Yule (SUI). Marcel Hirscher kam im letzten Saisonslalom nicht über Platz 14 hinaus.

Der Österreicher, der sich schon zuvor die Kristallkugel für die Slalomwertung gesichert hatte, blieb damit auch im siebenten Weltcup-Rennen seit der WM ohne Erfolgserlebnis. Als Halbzeit-Sechster passierten dem Salzburger auch im Finale des Slaloms in Soldeu einige Fehler. Der Deutsche Felix Neureuther beendete sein 248. und letztes Weltcuprennen auf Platz sieben.

Feller: "Bin mehr als happy"

Der 26-jährige Feller arbeitete sich von Rang neun mit der zweitbesten Laufzeit nach vorne. "Ich habe kurz sogar mit dem Sieg gerechnet, dafür habe ich aber im ersten zu viel liegen gelassen. Ein Sieg wäre auch ein bisschen kitschig gewesen", spaßte der Tiroler. "Wenn ich die zwei Ausfälle bei den Heimrennen nicht habe, dann war das eine unglaubliche Saison. Der Speed war immer da, ich habe an mich geglaubt und nur Geduld gebraucht." Schon im Riesentorlauf in Soldeu war er Vierter geworden und zuletzt in Kranjska Gora ebenfalls Slalom-Vierter.

"Jetzt noch ein Podestplatz, ich bin mehr als happy, damit hätte ich nach dem ersten Durchgang nicht mehr gerechnet. Ich glaube, das war fast mein bester Durchgang in diesem Jahr, so kann man eine Saison beenden", meinte der WM-Sechste, der in Aare nicht Teil des rot-weiß-roten Dreifach-Triumphs im Torlauf durch Hirscher, Michael Matt und Marco Schwarz war.

Weltmeister Hirscher war in seinem möglicherweise letzten Rennen der Karriere nicht zurechtgekommen. Die Schneeverhältnisse seien immer die schönste Ausrede, ließ der achtfache Gesamtweltcupsieger dies nicht gelten. "Andere schaffen das auch und kommen gut zurecht. Speziell auf so einem Schnee habe ich seit eh und je Aufholbedarf, aber es sind auch nicht Manus Lieblingsbedingungen. Chapeau, er zeigt, es geht."