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Abseits des Heumarkts: Der Kampf um Wiens höchstes Gebäude

Von links nach rechts: Der DC Tower 1 steht bereits seit 2014. Die DC Tower 2 und 3 sowie die Danube Flats (inklusive kleinem Nebengebäude), die diese Visualisierung zeigen, sind geplant bzw. im Entstehen.
Von links nach rechts: Der DC Tower 1 steht bereits seit 2014. Die DC Tower 2 und 3 sowie die Danube Flats (inklusive kleinem Nebengebäude), die diese Visualisierung zeigen, sind geplant bzw. im Entstehen.oln.at

Der eine ist das höchste Gebäude, der andere das höchste Bauwerk. DC Tower und Donauturm werben mit ihrer Höhe. Der neue Donauturm wurde am Dienstagabend offiziell eröffnet.

Wien. Ob ein Turm zu hoch ist, liegt im Auge des Betrachters. Während am Heumarkt ein 66 Meter hoher Turm für Aufregung sorgt, kann es auf der anderen Seite der Donau nicht hoch genug sein. Donauturm und DC Tower rangen um den Titel des höchsten Turms des Landes und legen die Sache gern unterschiedlich aus: Ersterer ist nämlich das höchste Bauwerk (252 Meter), Zweiterer das höchste Gebäude (250 Meter). Bei beiden hat sich viel getan. Ein Überblick.

Er wurde bereits 2014 eröffnet, es hat aber lang gedauert, bis der Großteil der Flächen vermietet war. Derzeit sollen rund 90 Prozent vermietet sein. Die Aussichtsplattform wurde vor zwei Jahren geschlossen. Man hätte zu hohe Eintrittsgelder verlangen müssen, um Personal und Sicherheitsvorkehrungen zu finanzieren. Heute kann man den Blick nur in Kombination mit einem Besuch im Restaurant (57. Etage) oder der Bar (58. Etage) verbinden. Beide werden vom Hotel Meliá Vienna betrieben, das auch die ersten 15 Stockwerke des Büroturms gemietet hat.

Beim DC Tower 3, der sich optisch stark von den ersten beiden Türmen unterscheidet, sind seit Mitte des Vorjahres die Tiefbauarbeiten im Gange. Am Freitag wird die Grundsteinlegung gefeiert. Die Fertigstellung ist für 2021 geplant. In dem 100 Meter hohen Turm wird ein Studentenwohnheim (mit 832 Zimmern, 36 Stellplätzen) untergebracht.

2016 hat die Blaguss-Gruppe den Donauturm gekauft, im Vorjahr wurde der insgesamt 252 Meter hohe Turm (um rund zehn Millionen Euro) revitalisiert. Mittlerweile haben auch die neuen bzw. erneuerten Restaurantbetriebe eröffnet. So wurden das Restaurant und das Café in 170 Meter Höhe renoviert. Vor Kurzem wurden auch die neuen ebenerdigen Lokale eröffnet: das Donaubräu und das Donaucafé (). Vor allem gegen die Lokale im Erdgeschoß gab es Anrainerproteste, die das Projekt verzögerten.

Man habe die Kritik berücksichtigt und mit einem rechtsgültigen Bescheid gebaut. „Was Anrainer befürchtet haben, war so nie vorgesehen“, sagt Blaguss-Sprecherin Claudia Pich. Sie legt Wert darauf, dass das Donaubräu keine „große Bierhalle“ ist, sondern ein „qualitativ hochwertiger Gastro-Betrieb“. Dienstagabend wurde der neue Donauturm offiziell eröffnet, inklusive Segnung durch Dompfarrer Toni Faber.

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