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Cleen Energy: Abschlussprüfer warnen erneut vor Insolvenzgefahr

Der Bestand des Unternehmens Cleen Energy sei erheblich gefährdet, schreiben die Abschlussprüfer.  Vorstand und Kernaktionäre wollen den Fortbestand durch "finanzielle Maßnahmen" sichern.

Die erst 2016 gegründete und seit 2017 börsennotierte burgenländische Cleen Energy AG meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr einen vorläufigen Jahresfehlbetrag von rund 1,3 Millionen Euro und einen Bilanzverlust von 3,1 Millionen Euro. Die Abschlussprüfer sehen "den Bestand des Unternehmens erheblich gefährdet", teilte Cleen Energy am Dienstagabend nach Börsenschluss mit.

"Seitens des Vorstands und Kernaktionärs besteht das Bekenntnis, durch finanzielle Maßnahmen den Fortbestand der Gesellschaft sicherzustellen", erklärte das auf Energieeffizienz-Maßnahmen spezialisierte Unternehmen. Die Kernaktionäre hätten angeboten, der Gesellschaft so schnell wie möglich Kapital in Höhe von bis zu 650.000 Euro zur Verfügung zu stellen. "Der Aufsichtsrat wird sich mit diesem Angebot befassen und die Aktionäre entsprechend informieren", hieß es am Dienstag. Der derzeitige Auftragsstand von Cleen Energy beträgt nach eigenen Angaben rund 4,4 Millionen Euro.

Mitte März hatte die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) den Firmenwert der in Wien börsennotierten Cleen Energy bezweifelt. Der Firmenwert sei bei den geprüften Abschlüssen wesentlich zu hoch dargestellt worden, meinte die OePR laut Aussendung von Cleen Energy. Das Unternehmen wies damals die Kritik zurück und hat eine zweite Meinung beantragt. Nun prüft die Finanzmarktaufsicht (FMA).

Bereits im April 2018 hatten die Abschlussprüfer auf eine mögliche Insolvenzgefährdung hingewiesen. Cleen Energy erhielt dann Mitte 2018 einen Kredit der staatlichen Förderbank Austria Wirtschaftsservice (AWS) in Höhe von 1,2 Millionen Euro.

Zuletzt wurden die Aktien von Cleen Energy am 11. Februar im standard market auction bei 3,30 Euro gehandelt.

(APA)