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Außenpolitik

Russland: Ein Kickboxer als Republikschef

Der Sportstar Batu Hasikow führt künftig die kleine Republik Kalmückien an. Die Personalie illustriert, wie sich der Kreml für die Regionalwahl im Herbst rüsten will.

Die kleine russische Teilrepublik Kalmückien macht selten Schlagzeilen. Nur wenige wissen, dass hier, im russischen Süden, mehrheitlich Buddhisten leben. Es war nicht der Buddhismus, der Kalmückien gestern mediale Resonanz bescherte, sondern eine ungewöhnliche Personalie. Der mehrfache Weltmeister im Kickboxen, Batu Hasikow, ist ab sofort neuer amtierender Chef der knapp 300.000 Einwohner zählenden Republik am Kaspischen Meer.

Er sei bereit, sich „vollkommen der Arbeit zu widmen“, sagte Hasikow in einer ersten Reaktion. Damit meinte der 38-Jährige nicht schweißtreibendes Training, sondern den Funktionärsalltag, mit dem er bereits einige Erfahrung hat. Nach Beendigung seiner Profikarriere vertrat der muskelbepackte Kämpfer mit der schwarzen Igelfrisur seine Landsleute im russischen Föderationsrat als Senator.