Griechenlands Anleihen am Weg zum Ramsch-Status

(c) AP (Petros Giannakouris)
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Die Ratingagentur Moody's hat die Bonitätsnote für den Mittelmeerstaat von A2 auf A3 gesenkt. Eine weitere Herabstufung sei möglich, heißt es. Moody's zweifelt an der Fähigkeit, den Schuldenstand nachhaltig zu kürzen.

Nachdem das Defizit Griechenlands noch höher ausfallen dürfte als bislang erwartet, senkt die Ratingagentur Moody's ihr Rating für das Mittelmeerland um eine Note von A2 auf A3. Griechenland steht damit nur mehr vier Stufen über Ramschstatus. Begründet wird der Schritt mit der Einschätzung, dass der Schuldenstand Griechenlands sich auf einem höheren und teureren Niveau einpendelt als bisher erwartet.

Moody's schließt zudem eine weitere Herabstufung nicht aus. "Es ist unwahrscheinlich, dass das Rating bei 'A3' bleiben wird, sofern die Regierung nicht das Vertrauen in die Märkte wieder herstellt und sich der Gegenwind von höheren Zinsen und geringem Wachstum entgegenstemmt. Sie könnten die Fähigkeit der Regierung, den Schuldenstand nachhaltig zu kürzen, untergraben", sagt Moody's-Senior Analyst Sarah Carlson laut "Financial Times Deutschland".

Griechisches Defizit höher als erwartet

Erst am Vormittag war bekannt geworden, dass sich die prekäre Finanzlage für Griechenland nach einer aktuellen Prognose von Eurostat noch weiter verschlechtert. Für 2009 wurde mit 13,6 Prozent nun ein noch höheres Budgetdefizit vorausgesagt - ursprünglich war von 12,7 Prozent die Rede gewesen.

Griechenland muss angesichts der schweren Budgetkrise massive Sparmaßnahmen treffen. Eine Aktivierung des zuletzt von den Ländern der Eurozone und des IWF gemeinsam beschlossenen Hilfsplans zur Unterstützung von Athen ist wahrscheinlich.

(Red.)

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