Die türkischen Währungshüter erklärten am Montag, sie würden alle Instrumente der Geldpolitik einsetzen, um die Preis- und Finanzstabilität zu wahren.
Die türkische Zentralbank hat nach einem plötzlichen Einbruch der Währung am vergangenen Freitag versprochen, alles Nötige zur Stabilisierung der Lira zu tun. Die türkische Lira hatte am Freitag nach einem starken Rückgang der Währungsreserven der Zentralbank 5,2 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar verloren.
Es war der stärkste Einbruch der Lira seit ihrem dramatischen Absturz wegen eines Streits mit den USA über die Inhaftierung des US-Pastors Andrew Brunson Mitte August. Die Zentralbank versicherte nun aber, dass der Einbruch von Freitag auf "gewöhnliche Transaktionen und periodische Faktoren" zurückgehe. Nach ihrer Erklärung gewann die Lira zunächst wieder an Wert, bevor sie erneut fiel. Am Nachmittag wurde sie bei 5,68 zum Dollar gehandelt.
Der Gouverneur der Zentralbank, Metin Cetinkaya, erklärte, ihr Hauptziel sei es, die Währungsreserven "zu sichern und zu stärken". Er betonte, dass Fluktuationen der Währungsreserven "nicht ungewöhnlich" seien. Die Finanzmarktaufsicht und die Bankenaufsicht hatten am Samstag erklärt, dass sie Ermittlungen gegen die Bank JP Morgan eingeleitet hätten, nachdem sie laut den türkischen Behörden ihren Kunden geraten hatte, auf den Sturz der Lira zu setzen.
(APA/AFP)