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"Drei" trotz Gewinnrückgangs für Netzausbau gerüstet

"Drei"-Chef Jan Trionow
"Drei"-Chef Jan TrionowAPA-Fotoservice/Jacqueline Godan
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Der Betriebsergebnis des Netzbetreibers "Drei" ist im Vorjahr wegen des Kaufs von Tele2 auf 229 Millionen Euro gesunken. Erste 5G-Testregionen in Österreich soll es noch heuer geben.

Der Netzbetreiber "Drei" bereitet sich auf den Start von 5G vor. Ab Mitte April seien die ersteigerten Frequenzen nutzbar, noch heuer erfolge der Rollout in ersten Testregionen, sagte "Drei"-Chef Jan Trionow am Dienstag in einer Pressekonferenz. Den Massenmarkt werde 5G aber erst 2020 erobern, prognostiziert der Mobilfunkmanager. Den Ausbau muss "Drei" trotz Gewinnrückgangs stemmen.

2018 sank der Betriebsgewinn (EBIT) von "Drei" in Österreich um 5 Prozent auf 229 Millionen Euro, wie das Unternehmen bekannt gab. Ausschlaggebend für den Rückgang war laut Trionow der Kauf von Tele2. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg gegenüber 2017 um 10 Prozent auf 375 Millionen Euro. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 9 Prozent auf 881 Millionen Euro.

Mit Tele2 setzt "Drei" stark auf Firmenkunden. Der Ausbau von "Drei Business" sei neben Internet einer der aktuellen Wachstumstreiber, hieß es. Der Anteil der Geschäftskunden sei von 12 Prozent 2016 auf 23 Prozent 2018 gestiegen, das mittelfristige Ziel seien 26 Prozent.

 

5G vorerst mit ZTE

43 Prozent des mobilen Datenvolumens in Österreich laufen über das Netz von "Drei". Mit insgesamt knapp 3,9 Millionen Kunden sieht sich "Drei" als Marktführer bei den Privatkunden. Die drei Netzbetreiber A1, T-Mobile und "Drei" sind in den letzten paar Jahren durch neue Diskontmarken wie Hofer Telekom (HoT) unter Druck geraten. "Drei" habe sich in diesem Umfeld zumindest behaupten können, sagte Trionow.

Bei den ersten Ausbauschritten des Netzes der neuesten, fünften Mobilfunkgeneration 5G setzt "Drei" auf den chinesischen Netzwerkausrüster ZTE. Vor dem Massenstart 2020 werde es aber eine Ausschreibung geben. Neben ZTE kommen als Lieferanten unter anderem Ericsson, Nokia oder Huawei infrage. Wo genau in Österreich "Drei" mit 5G loslegt, "sagen wir, wenn es soweit ist", meinte Trionow. Geplant seien anfangs 5G-Router für Breitbandinternet.

Die Hutchison Drei Austria GmbH ist eine Tochterfirma des Hongkonger Mischkonzerns Hutchison und hat 1500 Mitarbeiter. Auch die Parfümeriekette Marionnaud gehört zur CK Hutchison Holdings.

(APA)