„Wir besuchen Orest in der Psychiatrie“

„Orest“ im Irrenhaus: Die Fortsetzung der „Elektra“ spielt sich mit Thomas Johannes Meyer, Thomas Ebenstein, Audrey Luna und Laura Aikin im Kopf des Titelhelden ab. (Regie und Bühne: Marco Arturo Marelli)
„Orest“ im Irrenhaus: Die Fortsetzung der „Elektra“ spielt sich mit Thomas Johannes Meyer, Thomas Ebenstein, Audrey Luna und Laura Aikin im Kopf des Titelhelden ab. (Regie und Bühne: Marco Arturo Marelli)(c) Staatsoper/Pöhn

Dirigent Michael Boder über die Arbeit an der Staatsopern-Premiere von Manfred Trojahns „Orest“, der in einer Marelli-Inszenierung Ende März im Zuge der Feiern des 150. Geburtstags des Hauses am Ring herauskommt.

„Es hat sich recht bald abgezeichnet“, meint Michael Boder auf die Frage, ab wann man sich im Klaren sein musste, dass die geplante Uraufführung einer neuen Oper von Krzysztof Penderecki nicht wie geplant über die Bühne gehen würde. Zum 150-Jahr-Jubiläum des Staatsopern-Gebäudes wollte Direktor Dominique Meyer nicht nur eine Novität österreichischer Provenienz auf die Bühne bringen („Die Weiden“ hatten vergangenen Herbst Premiere), sondern auch ein Auftragswerk aus der Feder eines der großen alten Männer der musikalischen Moderne.