Mode

Teure Mode für traurige Reiche

Kunstvoll. Levy studierte Kunst an der ­UCLA und macht jetzt Mode.
Kunstvoll. Levy studierte Kunst an der ­UCLA und macht jetzt Mode.(c) Beigestellt

Henry Alexander Levy macht mit seinem Label Enfants Riches Déprimés kunstaffine Mode für Rich Kids in der Identitätskrise. Die hippe Elite von Hollywood fühlt sich angesprochen.

Die Schwierigkeiten beginnen damit, dass nicht ganz klar ist, wie man den Herrn richtig beim Namen nennt: Henry Levy ist wohl die Originalversion, im Modekontext ist die offizielle Schreibweise Henri Alexander Levy, gelegentlich – der Übereifrigkeit geschuldet? – gar Henri Ale­xandre. Das frankophile Element rührt eventuell von seiner Schulzeit im sagenhaft exklusiven Schweizer Institut Le Rosey her, oder aus seiner rezenteren Berufung in den Pariser Modeolymp. Während der Modewoche in der französischen Hauptstadt zeigt Levy, Sohn wohlhabender Eltern aus Atlanta, nämlich die Kollektionen seines Labels mit dem programmatischen Namen Enfants Riches Déprimés. Ob tatsächlich deprimierte Kinder reicher Eltern die Kernzielgruppe sind oder ob sich der Designer als ein solches Rich Kid an seiner Vergangenheit und vielleicht auch seinem Elternhaus abarbeitet, ist nicht ganz gewiss – und auch nicht auszuschließen.