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Sexualkunde: Ministerium verbannt Teenstar doch aus Schulen

(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
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Das Bildungsministerium empfiehlt keine weitere Beschäftigung des christlichen Aufklärungsvereins. Noch vor Kurzem klang das anders.

Nun also doch: Nach monatelangen Diskussionen über zweifelhafte Inhalte soll der christliche Sexualkundeverein Teenstar aus den heimischen Schulen verbannt werden. Der Verein darf ab sofort nicht mehr an Schulen arbeiten. „Ich empfehle keine weitere Beschäftigung des Vereins in den Schulen“, bestätigte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Montag einen aktuellen Bericht der Stadtzeitung „Falter“.

Noch vor wenigen Tagen hatte man im Bildungsministerium einmal mehr verteidigt, dass der Verein an den Schulen weiter sein Programm anbieten könne, wenn das dort von Lehrern und Eltern gewünscht ist. Die Schulungsmaterialien, in denen Homosexualität als heilbares Identitätsproblem dargestellt wurde, würden laut dem Verein nicht mehr verwendet. Und die Prüfung der aktuellen Unterlagen von Teenstar habe keine Anhaltspunkte ergeben, dass der Verein nicht rechtskonform vorgehe.

Vereine sollen akkreditiert werden

Nun hört sich das anders an. In den vergangenen Wochen seien im Bildungsministerium immer mehr Beschwerden eingelangt. Es seien außerdem neuerlich problematische Unterlagen aufgetaucht. Deshalb soll die Zusammenarbeit mit Teenstar laut dem Bildungsministerium nun gestoppt werden – und die Kooperation mit Aufklärungsvereinen soll generell neu überdacht werden.

Ab dem Schuljahr 2020/21 soll es einen Akkreditierungsrat geben, der entscheidet, welcher Verein in der Sexualpädagogik an Schulen tätig sein darf. Die Schulen sollten aus einem Pool an zugelassenen Vereinen auswählen können.

Der Verein Teenstar war vorest noch nicht für eine Stellungnahme bereit. Voraussichtlich soll es noch in dieser Woche eine Pressekonferenz geben, in dem der Verein zu den Vorwürfen Stellung nimmt.

>>> Zum Bericht im Falter

(j.n./beba)