FAA: Update für Boeing-737-Max dauert noch Wochen

Die 737-Max-Maschinen müssen auf dem Boden bleiben, nicht nur die von Southwest
Die 737-Max-Maschinen müssen auf dem Boden bleiben, nicht nur die von SouthwestAPA/AFP/MARK RALSTON

Das Flugverbot für jenen Flugzeugtyp, von dem jüngst zwei Maschinen abgestürzt sind, dürfte noch geraume Zeit aufrecht bleiben. Die US-Luftfahrtbehörde muss die neue Software erst freigeben.

Chicago. Das nach zwei Abstürzen verhängte Flugverbot für Verkehrsflugzeuge des Typ Boeing 737 Max wird noch über Wochen andauern. Die US-Luftfahrtbehörde FAA teilte am Montag mit, Boeing benötige noch Zeit, um die nach den Abstürzen in die Kritik geratene Steuerungs-Software MCAS weiter zu überarbeiten.

Die FAA erwarte das endgültige Paket der überarbeiteten Software erst "in den kommenden Wochen". Diese werde danach einer "rigorosen Sicherheitsüberprüfung" unterzogen. Die FAA werde die Software vor dem Abschluss dieser Überprüfung nicht zur Installation freigeben.

Neue Programmierung bereits präsentiert

Der US-Flugzeugbauer Boeing hatte das dringend erwartete Software-Update eigentlich bereits am vergangenen Mittwoch vorgestellt. Der Konzern präsentierte das überarbeitete Programm und weitere zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für den Flugzeugtyp 737 Max vor mehr als 200 Piloten, Technikern und Regulierern in seinem Werk in Renton im US-Bundesstaat Washington. Das Software-Update muss von der FAA genehmigt werden.

Boeings MCAS-System spielte laut Unfallermittlern eine entscheidende Rolle beim Absturz einer 737 Max 8 Ende Oktober in Indonesien. Der Bordcomputer soll die Nase des Jets automatisch immer wieder nach unten gedrückt haben, während die Piloten vergeblich versuchten, gegenzusteuern. Auch beim jüngsten Absturz einer baugleichen Maschine in Äthiopien gilt die Software als eine mögliche Ursache. Bei den beiden Unglücken waren insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen.

((APA/dpa))