Treffen europäischer Rechtspopulisten in Mailand am 8. April

Italiens Lega-Chef Matteo Salvini geriert sich als informeller Chef einer rechten Parteienallianz in der EU
Italiens Lega-Chef Matteo Salvini geriert sich als informeller Chef einer rechten Parteienallianz in der EUwww.imago-images.de

Die Lega will mit Verbündeten, darunter aus Österreich, ihre "Allianz der europäischen Völker und Nationen" für die EU-Wahl im Mai sowie Pläne einer EU-Reform vorstellen. Auch die FPÖ soll vertreten sein.

Jene große Allianz europäischer rechtspopulistischer Parteien für die EU-Parlamentswahl Ende Mai, die Italiens Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini im März angekündigt hatte, wird sich am 8. April in Mailand konstituieren. Das erfuhr die Presse aus informierten Kreisen in Italien.

An dem Großevent in Mailand, das unter dem Motto "Hin zu einem Europa des Hausverstandes" steht, soll laut Angaben der Lega auch die FPÖ teilnehmen, wobei als Hauptgast aus Österreich Ende März noch FP-Chef Heinz-Christian Strache im Gespräch gewesen war. Dazu gab es bisher aber keine Bestätigung; ein Sprecher der FPÖ sagte am Dienstag zur "Presse", nach jetzigem Stand werde Strache eher nicht hinfahren, aber es sei nicht ausgeschlossen. Man werde aber sicher vertreten sein.

Salvini (46) hatte vorige Woche gesagt, er plane "ein großes Event in Mailand mit allen europäischen Verbündeten der Lega. Wir wollen einen Plan für eine EU-Reform vorstellen. Ich habe soeben mit einigen Verbündeten telefoniert. Zum ersten Mal rufen sie mich an, weil sie nach Italien kommen wollen".

Bis zu 20 Parteien und Gruppen in Allianz möglich

Rund 20 Parteien und Gruppierungen könnten sich laut Salvini der Wahlallianz anschließen, für die als Name "Allianz der europäischen Völker und Nationen" (AEPN) ventiliert wird. Als Teilnehmer wurden unter anderem auch Ungarns Fidesz-Partei um Premier Viktor Orban, die Rassemblement national (früher Front National) um die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen, die niederländische Freiheitspartei (PVV) von Geert Wilders, die Alternative für Deutschland (AfD) und die Schwedendemokraten (SD) genannt.

(APA/red.)