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Rewe: Weniger Filialen und kleines Umsatzplus bei Bipa

Bipa
Bipa: Elf Filialen wurden 2018 geschlossen.Die Presse (Clemens Fabry)

Der deutsche Rewe-Konzern ist in Österreich mit 1,5 Prozent schwächer gewachsen als gesamt. Den Marktanteil würde er gerne weiter ausbauen, das ist 2018 nicht gelungen. Dafür gab es beim Sorgenkind Bipa ein kleines Plus.

Der deutsche Handelsriese Rewe hat 2018 beim Umsatz erstmals die 60-Milliarden-Euro-Marke geknackt. Insgesamt steigerte die Unternehmensgruppe ihre Umsatzerlöse um 4,7 Prozent auf 61,2 Milliarden Euro. Auch in Österreich ist Rewe stark vertreten, wuchs aber nicht ganz so stark: Der Umsatz stieg auf 8,7 Milliarden und damit um 1,5 Prozent. Der Lebensmittelhandel legte um rund 1,7 Prozent auf 7,7 Milliarden zu.

Zum Vergleich: Rewes größter Konkurrent Spar konnte im Vorjahr den Umsatz im Lebensmittelhandel um vier Prozent auf 6,9 Milliarden Euro steigern. Mit dem deutlichen Plus rückt Spar damit näher an Rewe heran: Der Marktanteil ist um 0,7 Prozentpunkte auf 31,9 Prozent gestiegen. Jener von Rewe ist stabil bei 34 Prozent geblieben, nachdem er zuletzt etwas geschrumpft war.

Rewe: "Machen viel Richtung Zukunftsfitness"

"Wir haben hinter den Kulissen wie geplant enorm viel in Richtung Zukunftsfitness unseres Unternehmens auf den Weg gebracht bzw. bereits umgesetzt ‐ und sind gleichzeitig wie in den vergangenen Jahren auf einem hohen Niveau stabil weiter gewachsen", sagte Marcel Haraszti, Vorstand der Rewe International AG, bei der Bilanz-Pressekonferenz.

Rewe-Konzern in Oesterreich
APA

Rewe hat mehr als 44.000 Mitarbeiter in Österreich, 1221 Arbeitsplätze wurden im Vorjahr neu geschaffen. Haraszti kündigte an, den Marktanteil im Lebensmittelhandel weiter ausbauen zu wollen: „Wir wollen als Gesamtunternehmen im österreichischen Lebensmittelhandel Wachstumsführer und die Nr. 1 in der Kundenwahrnehmung werden.“

Im Vorjahr gab es einige strukturelle Änderungen, etwa die Zusammenführung der Online-Shops sowie die Vorbereitung des „Jö Bonus Clubs“, einem Multi‐Partner‐Programm. („Die Presse“ berichtete).

Bipa: Elf Filialen geschlossen

Während im Lebensmittelhandel (Mit Billa, Merkur, Adeg, Penny kommt Rewe auf 1964 Standorte) 70 Filialen hinzugekommen sind, wurden beim Sorgenkind Bipa mit 588 Standorten elf Filialen geschlossen. Der Umsatz bei Bipa stieg dagegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent auf 730 Millionen Euro. Das ist das erste Plus seit drei Jahren. "Auch wenn wir noch unter dem Niveau von 2015 sind, ist Bipa auf einem guten Weg. Die eingeleiteten Maßnahmen greifen“, so Haraszti.

Heuer sollen weitere Filialen renoviert werden. Größte Marke im Rewe-Universum ist Billa mit 1088 Filialen in Österreich. Hier legte der Umsatz um 1,2 Prozent zu.

(Red./Ag.)