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er Sozialminister mit der Revoluzzer-Attitüde hatte seine langen Haare und seinen Schnauzer für 5000 Euro feilgeboten. Das Geld müsste einem sozialen Zweck zugute kommen. Am 8. Februar ist es soweit: Erwin Buchinger wird sich von Friseur Michael Danler die Haare kürzen und den Bart abrasieren lassen. Und zwar im "Neuner-Haus", einer Initiative für die Schaffung von Wohnraum für Obdachlose, dem auch die 5000 Euro zugute kommen werden. Das Geld auf den Tisch geblättert hat LIF-Chef Alexander Zach, der für die SPÖ im Parlament sitzt. So konnte Buchinger das Erst-Angebot von Salzburgs ÖVP-Chef Wilfried Haslauer ausschlagen. Denn dieser hätte ihn zu einem Nobel-Figaro schleppen wollen, heißt es. Und das hätte wohl nicht ganz so zu Buchingers Rebellen-Image gepasst. F
ritz Neugebauers Beamten gewerkschaft wächst: Die "Kulturgewerkschaft" (Kunst, Medien, Sport, Freie Berufe) dockt an. Ein Grundsatzbeschluss ist bereits im Präsidium der Kulturgewerkschaft (Vorsitzender ist Peter Paul Skrepek) erfolgt. Eine Einwilligung von ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer gibt es ebenfalls. Warum man gerade zur Beamtengewerkschaft geht? Herbert Stegmüller, Zentralsekretär der Kulturgewerkschaft, betont, es handle sich um eine "rein sachliche Entscheidung". Denn einen großen Teil der rund 11.000 Mitglieder machten Bedienstete der Bundestheater aus. Stark ist auch der Anteil an ORF-Bediensteten. Intern wird deshalb auch der "schwarze" ORF-Zentralbetriebsrat Heinz Fiedler als eine der treibenden Kräfte für die Fusion genannt. Eine der Folgen: Die Beamtenvertreter rücken mit der "Kulturgewerkschaft" zur Nummer zwei hinter den Privatangestellten auf und überholen die Metaller.