Offene Rechnungen

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icke Luft herrschte Mitt woch im BZÖ. Sogar vom baldigen Besuch des Exekutors war die Rede. So weit dürfte es aber doch nicht kommen. Der Grund für die Aufregung: Das BZÖ soll noch Außenstände aus dem Wahlkampf bei diversen Unternehmen haben. Harald Fischl, Finanzchef des BZÖ, kalmiert: "Die Partei hat keine Schulden, der Rechnungsabschluss für 2006 ist geprüft, ein Budget für 2007 abgesegnet." Fischl räumt aber ein, dass es wegen einiger Rechnungen Schwierigkeiten gebe. Eine sei von einer Zeitung ziemlich spät eingereicht und von der orangen Werbeagentur nicht rechtzeitig an die Partei weitergeleitet worden. "Das ist nun aber geschehen", sagt Fischl, "das Geld ist bereits angewiesen". Und wie ist das mit zwei Plakatflächen-Vermietern, die noch auf ihr Geld warten? "Das wird noch geprüft", so Fischl. Denn einige der Rechnungen seien hinterfragungswürdig. "Eine Firma hat die vereinbarten Leistungen im Wahlkampf etwa nicht erbracht."
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nzufrieden mit dem neu en Kanzler ist der Obmann des ÖVP-Bauernbundes Fritz Grillitsch. In einem Brief an Alfred Gusenbauer beklagt er, dass in dessen Regierungserklärung der ländliche Raum "nur eine Randnotiz" gewesen sei. Grillitsch schreibt: "Bezug nehmend auf Ihr Angebot, in Wiener Schulen kostenlos Nachhilfe zu geben, darf ich Ihnen folgendes Gegenangebot unterbreiten: Ich lade Sie ein, eine landwirtschaftliche Fachschule zu besuchen, um dort an einem agrarwissenschaftlichen Seminar teilzunehmen." Grillitsch ("Ich werde Sie gerne begleiten") empfiehlt die HBLA Wieselburg, "in unmittelbarer Nachbarschaft Ihrer Heimatstadt Ybbs". Eine Antwort Gusenbauers ist noch ausständig.


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