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Weltjournal

L'Aquila: Die schwere Wiedergeburt einer Stadt

Bild vom Tag des Bebens am 6. April 2009.
Bild vom Tag des Bebens am 6. April 2009.(c) Getty Images (Franco Origlia)
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Zehn Jahre nach dem verheerenden Erdbeben ist L'Aquila noch immer eine Baustelle. Der Wiederaufbau geht zwar gut voran. Doch viele fürchten: Neue Häuser allein reichen nicht, wenn die städtische Gemeinschaft sich nicht neu formiert.

Wenn Andrea Luciani in L'Aquila ist, trifft er an jeder Ecke einen alten Bekannten. „Ciao, wie geht es dir?“, ruft er dem jungen Mann zu, der im Parco del Sole unter einem Baum sitzt. Die beiden umarmen einander, man kennt sich aus der Schule, hat einander dann aber aus den Augen verloren. Luciani zog 2006 zum Studieren ins rund 100 Kilometer entfernte Rom, wo er noch heute lebt.

„Wie lang ist's her, dass wir einander nicht gesehen haben? Bestimmt zehn Jahre“, sagt Luciani zu seinem Freund. „Ja, das muss noch vor dem Beben gewesen sein.“