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Rechtsextreme jagen, aber Linksextreme mit Orden ehren

Extremismus hat keinen Platz in unserer Gesellschaft. Außer natürlich, er kämpft für „Gerechtigkeit“ und „gegen den Kapitalismus“.

Gastkommentare und Beiträge von externen Autoren müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.

Nehmen wir einen Augenblick an, FPÖ-Chef H.-C. Strache käme auf die schlechte Idee, einen bekannten rechtsextremen Aktivisten, also zum Beispiel einen Anführer der Identitären Bewegung, der deutschen Pegida oder der rechtsradikalen Hälfte der französischen Gelbwesten einzuladen, in seinen Amtsräumen einen öffentlichen Vortrag zu halten, begrüßte seinen Gast freundlich, und das Ganze natürlich auch noch auf Kosten der Steuerzahler.

Den – vollkommen berechtigten – Aufschrei, den das zur Folge hätte, können wir uns sehr gut vorstellen. Leitartikler würden den Vizekanzler zum Rücktritt auffordern, der Bundeskanzler würde ultimativ zur Auflösung der Koalition mit den Blauen ermahnt werden, von „Spiegel“ bis „Süddeutsche“ würde Österreich als Hort des Rechtsradikalismus, als brauner Sumpf gar denunziert werden. Und selbstverständlich würde öffentlich gefordert werden, die Beziehungen zwischen der FPÖ und diesen Rechtsextremisten schonungslos aufzudecken.