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Verkürzungen und Mythen: Die Schublade Migration

Eine Folge einseitiger Berichterstattung: die Entwicklung und Verfestigung von Stereotypen und Vorurteilen.
Eine Folge einseitiger Berichterstattung: die Entwicklung und Verfestigung von Stereotypen und Vorurteilen.(c) Wolfgang Freitag
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Geht es um Migration und Integration, sollten Fakten im Zentrum stehen. Stattdessen bestimmen Verkürzungen und Mythen die politische und mediale Debatte. Ein Abriss zur Aufklärung.

Die mediale Öffentlichkeit hat das politische Leben im Laufe der vergangenen 100 Jahre von Grund auf umgewälzt. Dies war verknüpft mit der Ausbreitung von Rundfunk und Fernsehen und dem Aufstieg der elektronischen Kommunikationsmedien wie Internet, Google, Facebook und Twitter. Mussten Politiker in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg sich noch in Massenversammlungen persönlich um Wähler bemühen, geschieht dies heute zum größten Teil über Massenmedien, das heißt, auf unpersönliche Art.

Diese Form der Kommunikation hat eigene Gesetze. Das zentrale lautet: Eine Botschaft muss kurz und prägnant sein, „aktuell“ und nach Möglichkeit provokativ (wenn auch nicht allzu sehr). Sie muss durch eine dicke Schlagzeile in der Zeitung oder mit einem kurzen Sager im Fernsehen ausgedrückt werden können. Vorteilhaft ist es, wenn zur Untermauerung der Argumentation prägnante Daten und Fakten, möglichst aus wissenschaftlichen Studien, präsentiert werden können. Auch dabei gelten die Anforderungen der Kürze und Aktualität. Man kann diese Entwicklungen bedauern und kritisieren. Sie sind auf jeden Fall in Rechnung zu stellen.