Über Geld spricht man

Hans Theessink: "Die Sorgen waren mir eigentlich wurscht"

Blues-Musiker Hans Theessink.
Blues-Musiker Hans Theessink.(c) Clemens Fabry

Mit seinem „Lebensretter“, seiner Gitarre, hat der Blues-Musiker Hans Theessink sein Leben verbracht – und sein Geld verdient. Er besitzt rund 130 Gitarren. Eine davon hat ihm Georg Danzer geschenkt, kurz bevor er starb.

Die Presse: Wann haben Sie sich entschieden, mit Musik Ihr Geld zu verdienen?

Hans Theessink: Begonnen hat alles mit acht Jahren, da hat mir mein Vater eine Mandoline geschenkt. Mit 13 Jahren habe ich einmal Big Bill Broonzy (US-amerikanischer Blues-Musiker, 1893− 1958, Anm.) im Radio gehört, und damit war ich verkauft. Ab da wusste ich, dass ich Musik weiter machen muss. Und irgendwann haben mich dann die Leute immer wieder gefragt, ob ich auf ihren Festln oder in kleinen Clubs für 20 oder 30 Gulden spielen will. Das war nicht schlecht. Daneben habe ich auch noch eine Ausbildung zum Volksschullehrer gemacht und auch unterrichtet. Aber bald konnte ich nicht mehr beides koordinieren, weil ich so viele Aufträge hatte.

Sorge, dass die Auftragslage in den nächsten Monaten schlechter sein könnte, hatten Sie nicht?