Causa Schwarz: Kärntens Kirche schickt Justiz brisantes Dokumentenpaket

++ ARCHIVBILD ++ ALOIS SCHWARZ - VOM NIEDEROeSTERREICHISCHEN BAUERNSOHN ZUM BISCHOF
Bischof Alois SchwarzAPA/HELMUT FOHRINGER

Grünes Licht für das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue gegen den St. Pöltner und früheren Klagenfurter Bischof Alois Schwarz: Kaum war der Bericht der „Presse“ über fehlende Dokumente erschienen, ist an die Staatsanwaltschaft Graz ein 200 Seiten starkes Konvolut aus Kärnten übermittelt worden.

Die Staatsanwaltschaft Graz kann ihre Ermittlungen gegen Bischof Alois Schwarz fortsetzen. Aus Kärnten wurde von der Rechtsanwaltskanzlei der Diözese Gurk-Klagenfurt ein 200 Seiten starkes Konvolut an Dokumenten (Protokolle, Belege etc.) übermittelt.

Erst am Tag zuvor hat die Staatsanwaltschaft Graz auf das Fehlen von weiteren Papieren aus der Diözese hingewiesen. Dadurch seien auch noch keine Einvernahmen erfolgt. Diese Informationen haben sich offenbar mit der postalischen Übermittlung der geforderten Unterlagen überschnitten.

Jetzt können die Arbeiten der Justiz zügig fortgesetzt werden. Untersuchungsgegenstand ist (natürlich) nur die strafrechtliche Relevanz von Akten des früheren Klagenfurter und heutigen St. Pöltner Bischofs - kirchenrechlichte oder gar moralische Fragen bleiben von den Ermittlungen unberührt.

Bisher öffentlich kritisierte wirtschaftliche Handlungen von Schwarz haben das Bistum Gurk-Klagenfurt (nicht die Diözese!) betroffen. Dieses Mensalgut steht im alleinigen Eigentum des jeweiligen Ortsbischofs - weshalb es mit dem Nachweis, dass der Tatbestand der Untreue erfüllt sein könnte, diffizil werden könnte.