Geraucht und verkauft: Steirische Schule zeigt Schüler an

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Symbolbild(c) REUTERS (Daniel Becerril)

45 Jugendliche und Erwachsene sowie 19 Kinder wurden ausgeforscht. Ein Schüler und eine Mutter handelten mit E-Zigaretten und Liquids.

Eine obersteirische Schule hat bei rauchenden Schülern durchgegriffen und ging zur Polizei: Seit Jänner haben Ermittlungen zu 45 Anzeigen - davon zwölf gegen Jugendliche und 33 gegen Erwachsene sowie Verantwortliche und Angestellte eines Gewerbebetriebes in Knittelfeld - geführt, teilte die Landespolizeidirektion Steiermark am Mittwoch mit. Weitere 19 Schüler waren noch keine 14 Jahre alt.

Kurz nach der steirischen Anhebung der Altersgrenze beim Rauchen von bisher 16 auf 18 Jahre zu Jahresbeginn hatte eine Schule in Seckau Anzeige erstattet. Es bestand der Verdacht der missbräuchlichen sowie verbotenen Verwendung von Zigaretten und tabakähnlichen Gegenständen.

Die Annahme bestätigte sich: Ein ausgeforschter 15-Jähriger handelte mit den elektrischen Zigaretten und dazugehörigen Liquids in der Schule. Er kaufte die Ware in einer Trafik und übers Internet mit gefälschter Identität an und verkaufte sie persönlich an seine Mitschüler weiter.

Mutter verkaufte Liquids

Bei den Ermittlungen wurde auch eine 39-jährige Mutter eines unmündigen Schülers ausgeforscht. Sie gab nicht nur E-Shishas, Liquids und Ähnliches an den eigenen Sohn weiter, sondern verkaufte sie auch nachweislich an andere Schüler. Sie wird laut Polizei ebenfalls angezeigt.

Zehn Schülern wurden Rauch- und Dampfutensilien abgenommen und dann der Bezirkshauptmannschaft übergeben. Diese muss sich auch um jene 19 noch strafunmündigen Kinder kümmern, die ebenfalls beim Rauchen ertappt wurden.

Nun soll es Mitte des Jahres in der betroffenen Schule einen Workshop zu den Neuerungen des Steiermärkischen Jugendschutzgesetzes für Schüler geben, wurde angekündigt.