Zulieferer Hella warnt vor nachlassender Dynamik der Autobranche

Der deutsche Scheinwerferspezialist Hella bekommt die nachlassende Dynamik der Autobranche zu spüren.

 "Der Gegenwind vom Markt hat für uns im dritten Quartal wie erwartet weiter zugenommen", erklärte Hella-Konzernchef Rolf Breidenbach am Donnerstag. Zwar sei Hella auf Kurs. "Das Marktumfeld wird aber anspruchsvoll bleiben. Wir gehen von einer weiter nachlassenden Marktentwicklung sowie steigenden Material- und Personalkosten aus." Bisher hätten die breite Angebotspalette und das Kostenmanagement Hella vor Einbußen bewahrt.

In den ersten neun Monaten des Bilanzjahres 2018/19 kletterte der Umsatz allerdings nur noch um 0,8 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) legte um 5,6 Prozent auf 417 Millionen Euro zu.

Für das im Mai endende Geschäftsjahr bekräftigte Breidenbach die bereits eingeschränkte Prognose. Demnach sollen das währungs- und portfoliobereinigte Umsatzwachstum am unteren Rand und das bereinigte Ebit in der unteren Hälfte der Prognosebandbreite von fünf bis zehn Prozent liegen. Voraussetzung hierfür sei aber, dass es in der zweiten Geschäftsjahreshälfte zu keiner weiteren Abschwächung des Automobilmarktes kommt.

Handelskonflikte zwischen den USA und China, die Dieselkrise und die Umstellung auf die neue Abgastestverfahren WLTP machen der Autobranche seit einigen Monaten zu schaffen.

(APA/Reuters)