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Pop

Posthume Single von Avicii veröffentlicht

Swedish musician, DJ, remixer and record producer Avicii takes a selfie on Table Mountain
Avicii auf einem Selfie, das er am Tafelberg in Südafrika machte(c) REUTERS (SOCIAL MEDIA)
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Die abrupt endende Single „SOS“ ist erster Vorbote zum Album „TIM“. Die Erlöse gehen an die Tim-Bergling-Stiftung. Im Video erinnern sich Fans an den verstorbenen Musiker.

Am gestrigen Mittwoch wurde eine posthume Single des schwedischen DJs und Musikers Avicii veröffentlicht: "SOS" heißt das Lied, in das sich retrospektiv viel hineininterpretieren lässt: "Can you hear me SOS", singt Aloe Blacc in dem eigentlich gut gelaunten Uptempo-Lied. "Help me put my mind to rest." An einer anderen Stelle heißt es "I don't need my drugs". In dem Video auf Youtube sind Botschaften von Avicii-Fans zu lesen, die seine Musik liebten. Am Ende hört "SOS" sehr abrupt auf, als wäre der Song noch nicht ganz vollendet gewesen.

Avicii, der mit bürgerlichem Namen Tim Bergling hieß, arbeitete zum Zeitpunkt seines Todes an neuer Musik. Die Songs seien mehr oder weniger fertig gewesen, sagte seine Sprecherin. Die Songwriter, mit denen der DJ bei dem Album zusammengearbeitet habe, hätten die Lieder fertiggestellt und dabei versucht, Berglings Vision so nahe wie möglich zu kommen. Am 6. Juni, dem schwedischen Nationalfeiertag werde das Album mit dem Titel "TIM" erscheinen. Die Einnahmen aus dem Verkauf gingen an die nach dem Künstler benannte Tim-Bergling-Stiftung, die Menschen mit psychischen Problemen helfen will.

Avicii wurde nur 28 Jahre alt

Avicii war am 20. April 2018 im Oman tot aufgefunden worden, Fremdverschulden wurde ausgeschlossen. Er gilt als einer der erfolgreichsten Elektromusiker der vergangenen Jahre und arbeitete mit Stars wie Coldplay-Frontmann Chris Martin, Robbie Williams und Madonna zusammen. Der Schwede hatte Gesundheitsprobleme - unter anderem über eine zum Teil durch exzessiven Alkoholkonsum verursachte Entzündung der Bauchspeicheldrüse.

2014 hatte er einige Live-Auftritte abgesagt, weil er sich die Gallenblase und den Blinddarm entfernen ließ. 2016 kündigte er mit damals 26 Jahren seinen Abschied aus dem Musikgeschäft an. Diese Szene ist nichts für mich", sagte er damals dem Magazin "Billboard".

"Was er am meisten liebte: Musik"

Seine Familie äußerte sich nach seinem Tod in einem Brief an seine Fans: "Er kämpfte mit Gedanken über den Sinn, das Leben, das Glück", schrieb die Familie. "Tim war nicht geschaffen für die Business-Maschinerie, in der er sich wiederfand. Er war ein sensibler Typ, der seine Fans liebte, aber das Rampenlicht scheute." Nach dem Ende seiner Tourneen habe er eine Balance im Leben finden wollen, "um glücklich zu sein und das zu tun, was er am meisten liebte: Musik".

So bekommen Sie Hilfe

Wer Selbstmordgedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Sprechen über die Gedanken dabei, sie zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich an die Telefonseelsorge wenden: Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken.

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person von Depressionen betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge unter der Nummer: 142.

www.suizid-praevention.gv.at

 

(APA/Red.)