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WePad: Deutsche iPad-Konkurrenz zeigt funktionierenden Prototypen

WePad Deutscher iPadKonkurrent funktioniert
(c) EPA (JENS KALAENE)
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Nach der verpatzten ersten Präsentation hat der Hersteller jetzt ein lauffähiges Modell gezeigt. Die ersten Eindrücke sind positiv. Das WePad setzt auf Linux mit Daumensteuerung und bietet einen offiziellen "Jailbreak".

Die Schmach war groß, als unter großem Medieninteresse ein neuer Tablet-Computer namens WePad präsentiert wurde und dann nur ein Demonstrationsvideo darauf lief. Noch dazu unter Windows und nicht der angekündigten speziellen Linux-Version. Das hatte zur Folge, dass dem verantwortlichen Unternehmen unterstellt wurde, das ganze wäre nur ein PR Gag gewesen. Auch dürfte die Hardware baugleich mit dem ExoPC Slate sein, den ein kanadisches Unternehmen auf den Markt bringen will. Der Unterschied liegt in der Software: ExoPC setzt auf Windows 7, das WePad auf Linux. Der Hersteller hat jetzt eine lauffähige Version seines WePad gezeigt, um das Vertrauen wieder herzustellen.

Daumensteuerung

Wie Heise berichtet, dürfte sich der zweite Präsentationstermin gelohnt haben. Das Gerät befindet sich zwar noch in einem Vorserienstatus und läuft etwas ruckelig, kann aber mit innovativer Steuerung punkten. So machen sich die Entwickler etwa die Tatsache zu Nutze, dass die Daumen der Benutzer sich am Bildschirmrand befinden und haben die Steuerung darauf abgestimmt. Wichtige Elemente befinden sich dort, auch Websites lassen sich mit dem Daumen durchscrollen. Alle Anwendungen sind auf Fingerbedienung ausgelegt, Multitouch wird unterstützt.

Linux-System unterstützt Flash

Hinter der eigens entwickelten Benutzeroberfläche arbeitet noch eine Linux-Distribution, die aber später ersetzt werden soll. Durch welche, will der Hersteller nicht sagen. Im Gegensatz zum iPad unterstützt das WePad die Adobe-Programme Flash und Air, wodurch die Web-Darstellung ungetrübt sein dürfte. Das Handy-Betriebssystem Android soll auch in das WePad-System verwoben werden. Wie genau das geschehen soll, wollen die Entwickler noch nicht verraten.

Meta-Store und offizieller Jailbreak

Um an Anwendungen heranzukommen, hat das WePad einen sogenannten Meta-Store integriert. Darüber holt man sich Linux-, Android- oder auch Air-Programme. Wer darauf verzichten will, kann das WePad im "Experten-Modus" betreiben und erhält damit kompletten Zugriff auf das Betriebssystem - ähnlich wie ein Jailbreak bei Apples iPhone, allerdings als offizielles Feature. Die Entwickler hoffen, damit einen Anreiz für Entwickler zu schaffen.

Verschiedene Versionen ab August

Wer Interesse an einem WePad hat, kann es bereits vorbestellen. Ab August sollen die innovativen Tablet-Computer dann ausgeliefert werden. Ähnlich wie beim iPad gibt es eine WLAN- und eine 3G-Version, wobei letztere ebenfalls WLAN enthält. Die Preise bewegen sich zwischen 450 und 570 Euro. Hardwareseitig bietet das WePad einen Tochscreen mit 11,6 Zoll, 32 Gigabyte Speicherplatz und eine Webcam. Als Prozessor kommt eine aus Netbooks bekannte Atom-CPU von Intel zum Einsatz. Peripherie wird per USB angeschlossen, ein SD-Card Reader ist integriert.

Präsentation des WePad

(db)