Linz-Marathon: Favoriten aus Kenia peilen Zeit unter 2:10 Stunden an

OBEROeSTERREICH: PRESSEFRUeHSTUeCK VOR LINZ-MARATHON
Athletenkoordinator Günther Weidlinger, Nicholas Rotich (Kenia), Cornelia Moser (AUT) und Brimin Kipruto (Kenia)APA/VERENA LEISS

Bei den Damen gilt die Österreicherin Cornelia Moser als Mit-Favoritin. In dem Rennen werden auch die heimischen Marathon-Titel vergeben.

Nicholas Rotich startet am Sonntag (9.30 Uhr) als einer der großen Favoriten in den Linz-Marathon. "Ich will gewinnen", betonte der 22-jährige Kenianer, der im Vorjahr in Wien in 2:12:00 Stunden Vierter geworden war. Sein prominenter Landsmann, Trainingskollege und Konkurrent Brimin Kipruto gab sich dagegen zurückhaltend, hofft aber auf ein starkes Debüt über die 42,195 km.

Auch wenn Linz sein erster Marathon ist, zählt der 33-Jährige doch zum Kreis der Sieganwärter. Das Training war für den Weltmeister 2007 und Olympiasieger 2008 über 3.000 Meter Hindernis eine Umstellung. "Als ich für die 3.000 Meter trainiert habe, bin ich täglich 20 Kilometer gelaufen. Nun muss ich jeden Tag mehr als 30 Kilometer laufen", erklärte Kipruto.

Ex-Hindernisweltmeister mit Marathon-Debüt

Seine Goldene von 2008 hat er im Gepäck. "Sie wird mir Motivation geben", ist Kipruto überzeugt. Auch wenn er sich nicht festlegen wollte, welche Zeit er am Sonntag anpeilt, so dürfte diese laut seinem Management zwischen 2:08:00 und 2:08:30 Stunden liegen, wie Athletenkoordinator Günther Weidlinger verriet. Rotich sagte lediglich, dass er "gewinnen und seine Wiener Zeit verbessern" wolle. Der Kurs in Linz sei jenem in der Bundeshauptstadt ähnlich und "gefällt mir", sagte Rotich, der bereits am Donnerstag angekommen ist und sich ein Bild gemacht hat.

Bei den Frauen hat Cornelia Moser den Staatsmeistertitel im Visier. Sie trainiere zwar derzeit weniger als früher, weil sie zu arbeiten begonnen habe, aber dafür "marathonspezifischer", erklärte die Salzburgerin. 36 Stunden Arbeit und 170 Kilometer Laufen pro Woche müssen unter einen Hut gebracht werden. Das Problem: "Die Regeneration kommt etwas zu kurz."

Dass sie im Halbmarathon am 10. Februar in Barcelona gute 1:15:07 schaffte, "hat mich selbst überrascht". Ihre Bestleistung über die volle Distanz liegt derzeit bei 2:39:15. Die Staatsmeisterschaft sei "natürlich mein Ziel", sagte die 24-Jährige. "Wenn jemand schneller anläuft, hätte ich mir vorgenommen, nicht mitzugehen, weil ein Marathon ist lang." Nachsatz: Ob sie diesen Vorsatz auch durchhalten werde, "wird man sehen".

Die Veranstalter erwarten am Sonntag rund 19.000 Läufer und 100.000 Zuschauer entlang der Strecke. Neben der vollen, der halben und der Viertel-Marathon-Distanz stehen noch weitere Bewerbe für Handbiker und Inline-Skater sowie ein Staffelbewerb auf dem Programm. Bereits am Vortag finden im Stadion die Läufe für Kinder und Jugendliche statt - beginnend bei 60 Metern für den Jahrgang 2016.