Wertsachen

Wie man sich (fast) die ganze Welt kaufen kann

FILES-CHINA-US-ECONOMY-TRADE
APA/AFP/STR

Das Sparbuch ist tot, Zinsen sind Vergangenheit. Ein Investment in breit gestreute Indexfonds kann helfen. Aber dieses Universum ist groß und verwirrend. Wo „World“ draufsteht, sind nur 23 Länder drin. Ein Reiseführer für Einsteiger.

Unsere Suche nach einer Alternative zum Sparbuch geht weiter. Die Ausgangslage: Zinsen können wir vergessen. Preise, Mieten und Dienstleistungen werden kaum günstiger werden. Auch auf das staatliche Pensionssystem kann man sich nicht blind verlassen. Wer nicht selbst vorsorgt, kann im Alter alt aussehen. Die gute Nachricht: Direktbanken, Onlinebroker und börsengehandelte Fonds (ETFs genannt) bieten günstigen Zugang zu den Märkten. So sollte es möglich sein, der Inflation davonzurennen und etwas aufzubauen. Aber auch diese Strategie hat Tücken. Sie verlangt Disziplin. Und Wissen. Was es braucht, ist ein Reiseführer.

Touristen tingeln in Rom tendenziell zum Petersplatz – und viele ETF-Einsteiger landen direkt beim MSCI World Index. Das ist an sich schlau. Jedem ETF liegt ein Aktienindex zugrunde, MSCI ist eine der wichtigsten Marken im Index-Universum. Wer langfristig passiv investieren will, also ohne Spekulation und hektisches Hin und Her, sucht möglichst breit gestreute Fonds. Idealerweise will man die ganze Welt kaufen, um diversifiziert zu sein. Aber: Im MSCI World steckt nicht die ganze Welt, sondern bloß 23 Industrieländer.

Auch das ist kein Problem, man muss es nur wissen.