Ein Jahr nach dem schweren Unfall quält sich Radprofi Marco Haller beim Klassiker Paris-Roubaix über das Kopfsteinpflaster. Der Kärntner über Schmerzen, Ruhm und dopende Kollegen.
Sie starten am Sonntag (11 Uhr, live Eurosport) beim Klassiker Paris-Roubaix. Die berüchtigte „Hölle des Nordens“ wartet mit rund 250 km über Kopfsteinpflaster auf. Worauf freut man sich da als Teilnehmer eigentlich?
Marco Haller: Auf die Herausforderung an sich, dieses Rennen zu bestreiten. Es ist eines der größten Eintagesrennen und der Abschluss der Klassikersaison, da will man es noch einmal richtig wissen. Die Einfahrt in das Velodrome in Roubaix ist nur mit den Champs-Élysées in Paris vergleichbar. Sollte ich es heuer wieder dorthin schaffen, ist Gänsehaut garantiert.
Was ist ob des Untergrunds die größte Umstellung als Fahrer?
Mit einem Kopfsteinpflaster, wie man das von einem alten Marktplatz in Österreich kennt, hat das dort nichts zu tun. Durch breitere Reifen und geringeren Druck wird es ein bisschen erträglicher, aber man ist danach trotzdem drei bis vier Tage nicht rennfähig. Grundsätzlich gibt es keine Geheimnisse, die Leiden sind für jeden groß.
Es ist Ihre siebente Teilnahme, welche Erinnerungen haben Sie im Kopf?
Jedes Paris-Roubaix schreibt seine eigene Geschichte. Es ist auf jeden Fall eines dieser Rennen, die ich schon als Junger bewundert habe. Das Trikot von meinem ersten Start habe ich heute noch zu Hause – ungewaschen hinter Glas versiegelt und eingerahmt.