Knigge: Do's und Don'ts für das Fest der Feste

Knigge Donts fuer Fest
Knigge Donts fuer Fest(c) Clemens Fabry
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Man heiratet – im Idealfall – nur einmal im Leben. Umso wichtiger ist es, gut vorbereitet in den vermeintlich schönsten Tag des Leben zu starten. Im Folgenden nun ein paar nützliche Tipps und Tricks, sowie Benimmregeln.

Eine Hochzeit bringt jede Menge Stolpersteine. Ein wenig Lamenfieber und Nervenkitzel gehört dazu, unnötige Aufregung aber nicht. Diese lässt sich mit der richtigen Vorbereitung vermeiden. Es folgen nun einige gut gemeinte Ratschläge.

DOs

  • "Today's the day my life begins...": Frischvermählte sollten sich den ersten Tag ihres neuen gemeinsamen Lebens von niemanden vermasseln lassen. Den Tag, trotz dem Tamtam rundherum, in trauter Zweisamkeit genießen und so viel Zeit wie möglichgemeinsam erleben.
  • Nicht aufs Essen vergessen.Aufgeregten Bräuten kann das schon einmal passieren. Die Nahrungsaufnahme ist vonnöten um fit zu bleiben, schlappmachen ist nicht.
  • Dafür Sorge tragen, dass eine "Stylistin" (meist die Brautjungfer) stets mit Taschentücher, Abtupf-Tücher, Puder und Kaugummi bereit steht.
  • Einen "Heiratsmann" (österreichisch für Zeremonienmeister, im weitesten Sinne auch ein Wedding Planner) engagieren, der im Vorfeld das Programm plant und während der Zeremonie für Unterhaltung und Stimmung sorgt.
  • "It's like rain on your wedding day" (Alanis Morisette): Ob bei der Hochzeit oder am Wandertag gilt: Regenschutz mitnehmen.
  • Die Sitzordnung zumindest während dem offiziellen Teil der Zeremonie einhalten. Ein Gerangel um freie Sessel kostet Zeit und Nerven.
  • Fotos und Videos, sowie ein Gästebuch, helfen dem Erinnerungsvermögen auf die Sprünge (siehe Dont's).
  • Die Hochzeitstorte gemeinsam anschneiden. Der Volkmund erklärt, wer hier die Hand oben behält, tut dies auch im Eheleben.

DON'Ts

  • "A moment like this" (Kelly Clarkson): Krampfhaft den perfekten Tag mit perfekten Momenten herbeisehnen hat wenig Sinn. Pannen passieren immer wieder, den Tag und seine schönen Augenblicke dennoch mit Gelassenheit erleben und sich hochleben lassen. Komme was wolle...
  • Es jeden Recht machen: Jeder Gast möchte "ein Stückchen" von Braut und Bräutigam abbekommen, doch der Tag gehört einzig und allein dem frischgebackenen Ehepaar, daher zu lange Konversationen mit einzelnen Gästen meiden. Ab einer gewissen Gästeanzahl kann sich das Brautpaar unmöglich um alle kümmern.
  • Zu tief ins Glas schauen, das gilt zumindest für das Brautpaar. Schließlich will man sich ja auch noch nach der Feier und die Nacht danach erinnern können.
  • Das Fangen des Brautstraußes ist eine Glückssache, nichts für harte Ellbogen.
  • Reden, die länger als zehn Minuten dauern.

Dresscode

Generell gilt: Die Braut trägt Weiß, und zwar als Einzige. Vera Wang und Alberta Ferretti empfehlen in der Mai-Ausgabe der "Instyle" auch Nuancen wie Crème, Nude, Puder und Champagner. Ein zu tiefes Dekolleté und zu viel Transparenz wirkt wenig fein. Das Outfit des Bräutigams sollte auf das der Braut abgestimmt sein.

Bei der Kleidung der Hochzeitsgäste gibt es grundsätzlich zwei Regeln:

  1. Das Brautpaar bestimmt die Richtung
  2. Es ist nicht angebracht, der Braut die Show zu stehlen. Kleidungstechnisch darf keine andere hervorstechen.

Fehlt ein Hinweis zur Kleiderordnung, kann auch die Location ein Indiz sein. Wird zum Beispiel in einem Schlosshotel geheiratet, empfiehlt sich elegantere Kleidung. Findet die Zeremonie aber auf einer Aussichtswarte am Land statt, darf es auch etwas legerer sein.

Tipps & Tricks zur Eventplanung

  • Planung mindestens ein Dreivierteljahr im Voraus
  • To-Do-List und Checklisten (auch Risikoplanung) erstellen
  • Einladungen mindestens drei Monate vorher mit "Save the date"-Karten ankündigen, acht Wochen vorher ausschicken. Nicht vergessen, eine Antwortkarte ("RSVP") beizulegen.
  • Geschenkewünsche beziehungsweise Hochzeitsliste rechtzeitig an die Gäste kommunizieren.
  • Locationscheck: Gibt es genügend Kapazitäten für alle geladenen Gäste? Stimmt das Ambiente?
  • Styling vorab testen. Zuerst Kleid, dann Make-up, dann Haare.

Und dann steht einem gelungenen Fest eigentlich nichts mehr im Weg.

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